Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

OTS: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Bedingt traumhaft, Kommentar zum ...

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
15.05.2019 | 20:31

    Börsen-Zeitung: Bedingt traumhaft, Kommentar zum deutschen
Wirtschaftswachstum von Alexandra Baude
   Frankfurt (ots) - Traumhaft - derart könnte man momentan vieles 
bezeichnen: Die Frühlingsblumen blühen, die Tage werden länger, die 
deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat die ersten drei WM-Spiele 
gewonnen, und die hiesige Wirtschaft hat im ersten Quartal mit 0,4 
Prozent kräftiger zugelegt, als noch vor einigen Wochen möglich 
schien. Zu sehr ins Träumen geraten sollte man aber dennoch nicht. 
Auch wenn die Grundlagen des Wachstums - robuster Arbeitsmarkt, 
Lohnzuwächse und niedrige Zinsen - anhaltend verheißungsvoll sind, 
gilt zu beachten, dass sich bei den Risikofaktoren ebenfalls nichts 
Großes getan hat.

   Der Brexit? Dem Gruselfaktor entsprechend bis maximal Halloween 
verschoben. Anfang Juni will Premierministerin Theresa May abermals -
zum vierten Mal bereits - über ihren Brexit-Deal abstimmen lassen, 
eine Mehrheit ist aber weiter nicht in Sicht. Der sino-amerikanische 
Handelsstreit? Droht erneut zu eskalieren angesichts der jüngst in 
Kraft gesetzten bzw. angedrohten neuen Zölle.

   Überhaupt ist US-Präsident Donald Trump derzeit der konjunkturelle
Risikofaktor Nummer 1. Bis Sonnabend dieser Woche muss er eine 
Entscheidung bezüglich der im Raum stehenden US-Zölle auf Autoimporte
aus der EU treffen - und sei es, dass er nur eine neue Frist setzt. 
Die wichtige deutsche Automobilbranche ist Hauptbetroffener dieses 
Machtgehabes. Auch das einseitig von den USA aufgekündigte 
Iran-Abkommen und die neu verhängten Sanktionen haben Auswirkungen 
auf unsere Wirtschaft, nicht zuletzt über die Ölpreise. Solche 
Unsicherheitsfaktoren sind Gift für die dringend nötigen 
Investitionen seitens Unternehmen und privater Haushalte.

   Aber auch die Uneinigkeit der Groko ist als Risikofaktor zu 
benennen. Dass die nicht mehr ganz so dynamische Wirtschaft die 
Steuereinnahmen weniger stark sprudeln lässt als in den vergangenen 
Jahren, darf kein Argument sein, nun bei den Investitionen auf die 
Bremse zu treten. Bildung, Forschung und die Digitalisierung gilt es 
zu unterstützen, um die Konjunktur am Laufen zu halten. Auch in 
Sachen Steuerrecht und Energiepolitik wäre Stillstand ein Alptraum 
für die Wirtschaft.

   Sehr viel hängt nun davon ab, wie sich das außenwirtschaftliche 
Umfeld entwickelt. Insbesondere die stark exportabhängige Industrie 
ist derzeit das Sorgenkind der deutschen Wirtschaft und hofft auf ein
Wiederanlaufen der chinesischen Konjunktur. Noch können 
Dienstleister, Bau und privater Konsum die Schwäche der Industrie 
ausgleichen - verlassen darf man sich darauf aber nicht.

OTS:              Börsen-Zeitung
newsroom:         http://www.presseportal.de/nr/30377
newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_30377.rss2

Pressekontakt:
Börsen-Zeitung
Redaktion

Telefon: 069--2732-0
www.boersen-zeitung.de






© dpa-AFX 2019
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
17:51MUELLER-BERICHT : Republikaner sieht Vergehen durch Trump
DP
17:41NACH DER TRUMP-VOLA IM DAX : Chartmarken KW21
MA
16:55Saudi-Arabien will Krisentreffen zu Spannungen am Golf
DP
16:01Schweizer stimmen für schärferes Waffengesetz und Steueränderungen
DP
16:01Koalitionäre mahnen zur Ruhe - Szenarien über Regierungsumbildung
DP
15:52ÜBERRASCHUNG IN AUSTRALIEN : Mitte-Rechts-Bündnis bleibt an Regierung
DP
15:51Neuwahl nach Skandal-Video in Österreich Anfang September
DP
15:26BAUMINISTER SEEHOFER : Bis 2050 nahezu klimaneutraler Gebäudebestand
DP
15:23Saudischer König ruft zu Krisengesprächen Ende Mai auf
DP
15:22SOZIALGERICHTE : Gütliche Einigung bei Hartz-IV-Klagen kaum möglich
DP
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"