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Eurozone: Inflation fällt auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2016

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28.02.2018 | 13:19

LUXEMBURG (dpa-AFX) - In der Eurozone ist die Inflationsrate im Februar auf den niedrigsten Stand seit Dezember 2016 gefallen. Die Daten dürften die Europäische Zentralbank (EZB) in ihrer lockeren Geldpolitik bestätigen. Gedämpft wird der Preisauftrieb laut Ökonomen immer noch durch die hohe Arbeitslosigkeit und das schwache Lohnwachstum in vielen Mitgliedsländern.

Die Verbraucherpreise seien im Jahresvergleich um 1,2 Prozent gestiegen, teilte das europäische Statistikamt Eurostat am Mittwoch laut einer ersten Schätzung mit. Im Januar hatte die Rate noch bei 1,3 Prozent gelegen. Volkswirte hatten mit dem Rückgang gerechnet. Mit dem erneuten Rückschritt entfernt sich die Inflation weiter vom Zielwert der EZB, die mittelfristig eine Teuerung von knapp zwei Prozent anstrebt.

Die Kernrate verharrte im Februar wie erwartet bei 1,0 Prozent. Hier werden schwankungsanfällige Energie- und Lebensmittelpreise herausgerechnet. Die EZB hat zuletzt stark auf die Kernrate geschaut.

"Die Angst vor einer höheren Inflation ist unbegründet", kommentierte Christoph Weil, Volkswirt bei der Commerzbank. Zuletzt hatten weltweit immer mehr Investoren gefürchtet, dass die Inflation stärker zulegen könnte und die Notenbanken gegensteuern müssten. "Doch zumindest für den Euroraum sind diese Ängste übertrieben, wie die Verbraucherpreisdaten für Februar einmal mehr belegen", so Weil. Die Kernrate dürfte laut Commerzbank im Jahresverlauf weiter um die Marke von einem Prozent pendeln. Der schwache Lohnauftrieb dämpfe die Inflation.

"Es ist schlichtweg die immer noch hohe Arbeitslosigkeit in der Eurozone, die einen stärkeren Anstieg der Teuerungsraten verhindert", kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. Solange also die Inflationsrate nicht nachhaltig den Zielwert erreiche, bleibe der EZB nichts anderes übrig als eine expansive Geldpolitik zu betreiben. Ein restriktiverer Kurs, würde dem Auftrag der EZB nicht gerecht werden. Am Montag hatte EZB-Präsident Mario Draghi "Geduld und Beharrlichkeit" gefordert, um das Inflationsziel zu erreichen. Das stärkere Wirtschaftswachstum habe jedoch die Zuversicht der Notenbank erhöht.

In den drei größten Volkswirtschaften der Eurozone blieb die Inflationsrate im Februar hinter den Erwartungen zurück. So sank der für europäische Zwecke erhobene Preisindex HVPI in Frankreich auf 1,3, in Deutschland auf 1,2 Prozent und in Italien sogar auf nur noch 0,7 Prozent. Nur in Spanien, der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, stieg die Rate unerwartet stark auf 1,2 Prozent./jsl/jkr/stk


© dpa-AFX 2018
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