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Devisen: Euro legt zum Dollar zu - Franken bleibt zum Euro schwach

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16.04.2018 | 17:27

FRANKFURT (awp international) - Der Kurs des Euro ist am Montag zum Dollar gestiegen. Die Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,2369 US-Dollar gehandelt und damit knapp einen halben Cent höher als am Morgen. Zwischenzeitlich hatte sie bei 1,2395 Dollar ihr Tageshoch erreicht.

Am Nachmittag brachte eine Twitter-Nachricht von US-Präsident Donald Trump den Dollar zeitweise unter Druck und gab dem Euro im Gegenzug Auftrieb. Trump warf Russland und China vor, ihre Währungen abzuwerten, während die USA weiter ihre Zinsen erhöhten. Dies sei "nicht akzeptabel", so der Präsident.

Auch der Franken zog zum Dollar im Tagesverlauf etwas an. Der Dollar-Frankenkurs notiert aktuell bei 0,9597. Zum Euro hingegen schwächelte der Schweizer Währung den ganzen Tag über. Aktuell steht das Währungspaar Euro/Franken bei 1,1871 und damit nur leicht unter dem Tageshoch von 1,1886.

Damit rückt nun die wichtige Marke eines Euro-Kurses von 1,20 Franken allmählich wieder ins Blickfeld. Bei Experten sorgt dies für Rätselraten. Denn eigentlich sprächen das unsichere Umfeld mit dem Handelsstreit zwischen den USA und China und der jüngste Militärschlag in Syrien für einen steigenden Franken, sagte Ökonom Arthur Jurus von der Privatbank Mirabaud gegenüber Reuters. "Doch das Gegenteil ist der Fall."

Als mögliche Gründe führen Analysten verschiedene Punkte ins Feld: Zum einen verliere der Franken mit dem Ende der Euro-Krise zunehmend seine Funktion als "sicherer Hafen" in der Region. Zum anderen könnten auch die US-Sanktionen gegen Russland eine Rolle spielen: Russische Oligarchen könnten auf der Suche nach Liquidität ihre Franken-Positionen abbauen und Bargeld aus der Schweiz abziehen, erklärte Mirabaud-Experte Jurus.

Andere Marktteilnehmer begründeten die Franken-Schwäche mit den weiterhin sehr tiefen Zinsen von minus 0,75 Prozent in der Schweiz - während diese in anderen Währungsräumen wieder stiegen. Investitionen in Franken würden damit für Anleger zunehmend unattraktiv.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86465 (0,86400) britische Pfund und 132,77 (132,64) japanische Yen fest.

Die Feinunze Gold kostete im freien Handel am Nachmittag 1'350 Dollar. Gefixt wurde die Feinunze Gold in London zuletzt am Freitag mit 1343,70 Dollar (Donnerstag: 1341,35).

tos/bgf/he/rw/ra

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