Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Wirtschaft & Devisen  >  Alle News

News : Wirtschaft & Devisen
Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren 
Alle NewsWirtschaftDevisenPressemitteilungen

CS-Studie: Amazon wird die Schweiz nicht im Laufschritt erobern

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
08.01.2019 | 13:30

Zürich (awp) - Seit knapp einem Jahr ist Amazon auch direkt in der Schweiz tätig. Dem US-Internetriesen dürfte es gemäss Einschätzung der Credit Suisse jedoch kaum gelingen, den hiesigen Markt ähnlich stark aufzumischen wie in anderen Ländern.

Wo Amazon tätig wird, geht bei der Konkurrenz das grosse Zittern los. Der weltgrösste Online-Händler dominiert nämlich meist den lokalen Markt. So ist Amazon in den USA mit einem Marktanteil im Onlinehandel von unglaublichen 50 Prozent der unübersehbare Elefant im Detailhandel. In Deutschland erreicht Amazon einen Marktanteil von über 16 Prozent, womit er die nachfolgenden Konkurrenten Otto und Zalando um das Drei- respektive Siebenfache übertrifft.

Die Ökonomen der Credit Suisse fragten sich deshalb im Rahmen des diesjährigen "Retail Outlook", ob Amazon auch in der Schweiz ähnlich dominant werden könnte. Ihr Antwort lautet "kaum". Denn Amazon werde hierzulande auf vergleichbar starke Kräfte gegen ein Abheben treffen.

Als erste Gegenkraft bezeichnen die CS-Experten den Umstand, dass Amazon in der Schweiz bereits seit längerem schon tätig ist. Bereits seit dem Einstieg in Ländern wie Deutschland (1998), Frankreich (2000) oder Italien (2010) haben laut der Studie die Schweizer Konsumenten einen Teil des Amazon-Sortiments beziehen können. 2017 erreichte der US-Konzern über diese Kanäle in der Schweiz schätzungsweise einen Umsatz von 575 Millionen Franken, was einem Marktanteil von 7,5 Prozent am Non-Food-Onlinehandel entspricht. Der Markteintritt stelle damit keinen urplötzlichen Paradigmenwechsel dar, heisst es dazu im Bericht. Anders als in anderen Ländern fehlt Amazon in der Schweiz demnach der Überraschungseffekt.

Kein Pionier-Bonus

Ein weitere gewichtiger Grund gegen einen steilen Aufstieg ist laut CS, dass die Schweiz im Online-Handel keine "grüne Wiese" mehr ist. Amazon trifft in der Schweiz auf bereits gut etablierte Online-Händler wie zum Beispiel Digitec, Zalando oder LeShop. Damit kann sich Amazon anders als in den USA, Grossbritannien oder Deutschland nicht den in diesem Geschäft wichtigen "First Mover"-Vorteil sichern.

Schliesslich steht einem rasanten Wachstum auch das beschränkte Angebot von Amazon in der Schweiz entgegen. Es beschränkt sich wegen der Zollabwicklung und dem Retourenmanagement bis jetzt auf Produkte aus dem eigenen Lager. Am stärksten wächst Amazon jedoch über den Marktplatz. So haben die Verkäufe von Drittanbietern von 2010 auf 2017 jährlich um 40 Prozent zugenommen. Der Umsatz mit eigenen Produkten dagegen ist in dieser Zeitperiode lediglich um 15 Prozent gewachsen.

Aus diesen drei Gründen kommen die CS-Ökonomen zum Schluss, dass der Eintritt von Amazon in den Schweizer Markt wohl keinen Dammbruch auslösen wird. Er werde jedoch den Wettbewerb im Schweizer Detailhandel nochmals intensivieren.

Non-Food Umsätze schrumpfen weiter

Das werden vor allem die Schweizer Detailhändler im Non-Food Segment zu spüren bekommen. Ihnen sagt die Credit Suisse für das laufende Jahr einen weiteren Umsatzrückgang um 0,3 Prozent voraus nach einem Minus von 0,8 Prozent im Vorjahr. Besonders stark soll es dabei erneut den Bekleidungshandel treffen. Dieser hatte 2018 aufgrund der ungünstigen Witterungsbedingungen und dem OVS-Konkurs fast ein Zehntel des Umsatzes eingebüsst.

Für das Nahrungsmittel-Segment lautet die Prognose der CS dagegen auf ein Wachstum von 1,3 Prozent nach 0,8 Prozent 2018. Die Bank begründet diese Wachstumsbeschleunigung mit den guten konjunkturellen Rahmenbedingungen und der steigenden Kaufkraft. Die weitere Expansion von Lidl und Aldi dürfte jedoch den Preis- und damit den Umsatzanstieg etwas dämpfen.

lie/tt

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
09:59EUR/JPY : EZB bleibt locker
MA
09:51IPO : Fotodienst Pinterest reicht Antrag für Börsengang ein
DP
09:51May steht Schicksalswoche bevor - Riesen-Demo in London gegen Brexit
DP
09:49Spekulationen über bevorstehende Revolte im britischen Kabinett
DP
09:08Frühjahrsbelebung lässt Arbeitslosenzahlen sinken
DP
09:001000 Menschen warten noch auf Rettung von Kreuzfahrtschiff
DP
08:52Steuerzahler mussten 2018 länger auf ihren Steuerbescheid warten
DP
08:51AUßENMINISTER MAAS : Deutschland wird Nato-Versprechen einhalten
DP
08:47VOLKSWIRTE : Frühjahrsbelebung lässt Arbeitslosenzahl sinken
DP
08:46IWF und Pakistan verhandeln über Milliarden-Hilfsprogramm
DP
News im Fokus "Wirtschaft & Devisen"
Werbung