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Börse Frankfurt-News: Cannabis-Sektor auf Erfolg gepolt (Handel mit Aktien)

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04.04.2019 | 15:14

FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Wer in Cannabis-Aktien investiert, braucht starke Nerven. Noch befindet sich die Branche in einer frühen Entwicklungsphase. Die zunehmende Freigabe von Marihuana rund um den Globus könnte das Wachstum beschleunigen.

4. April 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit der zunehmenden Legalisierung von Cannabis entsteht rund um die Industrie mit der Hanfpflanze so etwas wie Goldgräberstimmung. Tatsächlich soll der Markt für medizinische Marihuana-Produkte allein in den USA von rund zehn Milliarden im vergangenen Jahr auf bis zu 40 Milliarden US-Dollar in 2021 wachsen. Sollte der Markt in den Vereinigten Staaten auf nationaler Ebene legalisiert werden, beziffert auch Bloomberg das dortige Marktpotenzial zwischen 35 und 45 Milliarden US-Dollar.

In der Findungsphase

Einen erneuten Schub erhielt die noch junge Branche mit der im vergangenen Oktober in Kraft getretenen kompletten Freigabe von Marihuana in Kanada. Zusammen mit der wachsenden Zahl von Cannabis-Legalisierungen in den USA - in 30 Bundesstaaten ist der Konsum zu medizinischen Zwecken bereits erlaubt, bis 2020 soll der Alltagskonsum in 18 Staaten straffrei werden - nimmt Nordamerika eine Vorreiterrolle ein.

Auslese vorprogrammiert

"Das Cannabis-Geschäft ist auf dem Weg, groß zu werden", befindet Walter Vorhauser von der Oddo Seydler Bank. Durch die zunehmende Entkriminalisierung wüchsen Investitionen in Forschung, Anbau, Verarbeitung und Vertrieb. Gleichzeitig würden viele neue Unternehmen gegründet, von denen nicht jedes auf Dauer überleben werde. Deshalb seien Investitionen in den Sektor mit großen Unsicherheiten und Risiken verbunden. Wo sich viele Konkurrenten tummeln, müsse man mit fallenden Margen rechnen. Damit werde sich früher oder später die Spreu vom Weizen trennen.

Schwankungen wie auf hoher See

Ein Blick auf den seit 2013 berechneten Global Cannabis Stock Index gibt einen Überblick über die zahlreichen Wettbewerber im Markt und zeigt, wie volatil die Werte im Sektor sind. Seit den Höchstständen im September 2018 verlor das Barometer bis Jahresende rund die Hälfte an Wert und hat sich seitdem wieder von 60 auf über 100 Punkte. Deshalb sei das Investment eher nichts für Anleger mit schwachen Nerven. Vorhauser vergleicht die Cannabis-Branche mit den Anfängen der Biotechnologie. "Nordamerika wird Vorreiter, Europa zieht nach."

The Green Organic Dutchman tritt Fuß in Europa

Einen zum Index vergleichbaren Verlauf nahm die Aktie von The Green Organic Dutchman (WKN A2JLEE) und gewann seit Januar von 1,80 auf 3 Euro hinzu, wie Vorhauser anmerkt. Nach fast zweijährigen Diskussionen mit Hamilton über den Ausbau des Greenhouses in Ancester habe die Stadt nun grünes Licht für die zweite Phase erteilt. Das erlaube den Kanadiern die Ernte von jährlich 17.500 kg organischem Cannabis. In Europa plane das Unternehmen zusammen mit Knud Jepsen nach Erhalt der Lizenz die Gründung von zwei Joint Ventures in Dänemark zur Produktion von kommerziellem Cannabis und Cannabisölen sowie der Erforschung und der Entwicklung von Cannabis-Genetik. Geplant sei zunächst ein Pilotprogramm und die Produktion von 2.500 Kilogramm Cannabis. "Den Vertrieb wird The Green Organic Dutchman übernehmen." Im Rahmen einer noch zu gründenden europäischen Plattform soll später die Produktion von organischen Cannabinoiden zu einem festgelegten Preis organisiert werden.

Aurora Cannabis wächst durch Zukäufe

Auf Partnerschaften setzt Roland Stadler von der Baader Bank zufolge auch Aurora Cannabis (WKN A12GS7). Damit bereiteten sich die Kanadier mit Hilfe des jüngst angeheuerten Beraters Nelson Peltz auf die Expansion in neue Märkte vor, sobald weitere Länder Cannabis freigeben. Mit Zukäufen etwa von CannaMed und MedReleaf habe sich Aurora Cannabis zu einem führenden Unternehmen der Branche gemausert. Mit einem Anstieg von 4,50 auf fast 8 Euro verdoppelte sich die Aktie des Konzerns - ähnlich wie der Gesamtmarkt - seit Jahresbeginn nahezu.

Canopy Growth auf Wachstum gepolt

Richtung Europa drängt auch Branchenprimus Canopy Growth (WKN A140QA) und holt sich zur Unterstützung Amanda Feilding ins Boot, wie Stadler weiß. Die 76 Jahre alte Gräfin kämpfe seit Jahren für den Einsatz psychedelischer Medikamente in der Medizin und werde in ein 9,6 Millionen US-Dollar schweres Forschungsvorhaben des weltweit größten Cannabis-Produzenten eingebunden. Canopy Growth verspreche sich dadurch neue Erkenntnisse für den Einsatz von Cannabis zur Schmerzlinderung bei Krebspatienten und Abhängigkeit von Opiaten. Die Aktie des Unternehmens legte sei Anfang Januar von 25 auf 38 Euro. "An das Hoch von 2018 bei 47 Euro kommt der Kurs allerdings noch nicht.

Risiken verteilen

Hierzulande können Anleger statt auf Einzelwerte etwa mit einem Tracker des

Certificate auf Cannabis Total Opportunity Index (WKN LTQ05M) auf Aktien der Branche setzen, die sich mit dem Anbau, der Produktion oder dem Vertrieb von Cannabis sowie verwandten Stoffen beschäftigen. Seit dem Start im November 2018 legte das Zertifikat unter Schwankungen von 87 auf 114 Euro zu. Mit vergleichbarem Erfolg investiert der ws-hc Fonds - Hanf Industrie Aktien Global (WKN A2N84J) als erster deutscher Aktienfonds seit 3. Dezember in derzeit 30 Unternehmen der Hanfindustrie.

Von: Iris Merker

4. April 2019, © Deutsche Börse AG

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)


© dpa-AFX 2019
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