Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  News  >  Unternehmen  >  Alle News

News : Unternehmen

Aktuelle NewsUnternehmenMärkteWirtschaft & DevisenRohstoffeZinssätzeBusiness LeadersTermineSektoren

Bayer bei Mega-Übernahme am Ziel - Name Monsanto verschwindet

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
04.06.2018 | 14:17
FILE PHOTO: The logo of Bayer AG is pictured at the Bayer Healthcare subgroup production plant in Wuppertal

- von Patricia Weiss und Elke Ahlswede

Am Donnerstag wird der Pharma- und Agrarchemiekonzern alleiniger Eigentümer von Monsanto und damit von einem der umstrittensten Unternehmen der Welt. Bayer-Chef Werner Baumann will den belasteten Namen nach der Übernahme streichen. "Unser Unternehmen heißt Bayer und das wird auch in Zukunft der Fall sein. Monsanto wird als Unternehmensname nicht fortgeführt", sagte er am Montag. Mit dem rund 63 Milliarden Dollar schweren Zukauf steigt der Konzern zum weltgrößten Anbieter von Pflanzenschutzmitteln und Saatgut auf. Doch der Mega-Deal mit dem Glyphosat-Hersteller stieß auch auf Unverständnis. Baumann kündigte an, Kritikern zuhören und den Dialog mit der Gesellschaft vertiefen zu wollen.

Der Erfolg der Transaktion hänge davon ab, dass eine gemeinsame Unternehmenskultur entsteht, betonte er. Bayer sei sich der gestiegenen Verantwortung, die mit einer führenden Position in der Landwirtschaft einhergehe, bewusst. "Wir werden mit derselben Entschlossenheit an unseren Nachhaltigkeitszielen arbeiten wie an unseren Finanzzielen", sagte Baumann. Während der 117 Jahre alte Name Monsanto verschwinden soll, sollen die zugekauften Produkte ihre Namen behalten. Dazu gehören etwa das Breitband-Unkrautvernichtungsmittel "Roundup" mit dem Wirkstoff Glyphosat und das darauf abgestimmte gentechnisch veränderte Saatgut. Glyphosat wird von Kritikern für das Artensterben und die Entstehung resistenter Unkräuter verantwortlich gemacht. Es steht zudem in Verdacht, krebserregend zu sein.

Für den Zukauf liegen Bayer inzwischen alle behördlichen Freigaben vor. Die entscheidende Hürde hatten die Leverkusener in der vergangenen Woche mit der Genehmigung des US-Justizministeriums genommen, die der Übernahme unter Auflagen grünes Licht gegeben hatte. Bei anderen großen deutschen Deals steht dagegen die Freigabe durch die Wettbewerbshüter noch aus. So warten die Gasehersteller Linde und Praxair noch auf die Genehmigung ihrer Fusion. Und auch die Telekom-Tochter T-Mobile US muss sich bei der geplanten Übernahme des kleineren Rivalen Sprint noch gedulden.

STARTSCHUSS FÜR DIE KAPITALERHÖHUNG

Auch die Finanzierung der Monsanto-Übernahme hat Bayer inzwischen angeschoben. Die Rheinländer wollen für den Zukauf sechs Milliarden Euro frisches Kapital einsammeln, wie Bayer am Sonntagabend ankündigte. Die Kapitalerhöhung fällt damit etwa so hoch aus, wie Analysten zuletzt erwartet hatten. Sie ist die letzte Eigenkapitalmaßnahme zur Finanzierung der Monsanto-Übernahme. Darüber hinaus sind Anleihe-Platzierungen geplant, deren Gesamtvolumen sich auf bis zu 20 Milliarden Euro belaufen soll.

Bayer gibt für Monsanto praktisch sein eigenes Saatgutgeschäft auf, das Unkrautvernichtungsmittel Glufosinat sowie seine Digital-Farming-Aktivitäten. Insgesamt gehen Geschäfte mit einem Umsatz von 2,2 Milliarden Euro für 7,6 Milliarden Euro an den Chemiekonzern BASF - der große Nutznießer der Transaktion, der damit selbst ins Saatgutgeschäft einsteigen kann. Das Bayer-Agrargeschäft wird durch Monsanto verdoppelt und künftig etwa gleich groß wie das Gesundheitsgeschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, rezeptfreien Gesundheitsprodukten sowie Tierarzneimitteln sein.

Das Pharmageschäft soll unter der Monsanto-Übernahme nicht leiden, wie Baumann versprach. Es soll durch Partnerschaften oder kleinere Zukäufe weiter gestärkt werden. Die bereits im vergangenen Herbst angekündigte Bündelung der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Pharmabereich habe nichts mit Monsanto zu tun und es gebe keine Diskussionen über die Auswirkungen dieser Umstrukturierung, sagte er. Die "Wirtschaftswoche" hatte in der vergangenen Woche berichtet, Mitarbeiter fürchteten, dass in Deutschland bis zu 1000 Arbeitsplätze abgebaut werden könnten.

Baumann äußerte sich nicht, wie viele Stellen den erwarteten Einspareffekten durch die Monsanto-Übernahme zum Opfer fallen könnten. Darüber werde erst zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr Klarheit herrschen. Ab 2022 rechnet Bayer mit jährlichen Beiträgen zum bereinigten Ergebnis (Ebitda) von 1,2 Milliarden Dollar durch Synergien.

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
News im Fokus "Unternehmen"
17:22Presseschau vom Wochenende 38 (22./23. September)
AW
17:17Merkel berät mit Auto-Konzernchefs Maßnahmen gegen Fahrverbote
DP
16:54DAIMLER : Mercedes-AMG gewinnt frühzeitig die Team- und Herstellerwertung
PU
16:44AUDI : feiert 100. Sieg in der DTM
PU
16:39ADECCO-CEO : Nehmen wegen Investitionen tiefere Margen in Kauf
AW
16:13BAYERISCHE MOTOREN WERKE : Drei BMW M4 DTM im Sonntagsrennen in Spielberg in den Punkterängen.
PU
16:02Spice Private Equity im ersten Halbjahr 2018 mit tieferem NAV
AW
15:36Siemens hofft auf Milliardenauftrag für Iraks Energieversorgung
DP
15:36Siemens hofft auf Milliardenauftrag für Iraks Energieversorgung
AW
14:58ZDF-Krimi hält TV-Shows auf Distanz - Henssler schwach
DP
News im Fokus "Unternehmen"
Werbung