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Aktien Schweiz: SMI auf Talfahrt - Handelskrieg zurück in den Köpfen der Anleger

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11.07.2018 | 11:30

Zürich (awp) - Am Schweizer Aktienmarkt hat der Wind zur Wochenmitte hin gedreht, die Aktien verlieren mit Blick auf die Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China deutlich an Wert. Die Unsicherheit unter den Anlegern hat spürbar zugenommen. Nachdem der Leitindex SMI zum Ende der ersten Jahreshälfte über die Schwelle von 8'500 Punkte vorrückte und in der Folge auch die Marke von 8'700 Punkte zurückeroberte, büsst er nun auf einen Schlag mehr als 100 Zähler ein. Grosse Einbussen verzeichnen Zykliker und Finanzwerte, doch auch die Pharmaschwergewichte Roche und Novartis können sich dem Abwärtssog nicht entziehen.

Im Handelsstreit habe sich der Ton zwischen den USA und China über Nacht verschärft und er sei damit in die Köpfe der Anleger zurückgekehrt, meint ein Händler. Die US-Regierung kündigte an, weitere chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar mit Zöllen zu belegen. Aus Peking drohen nun entsprechende Gegenmassnahmen. Damit gehe das "Wie Du mir, so ich Dir" in die nächste Runde, so der Händler weiter. Womöglich brauche es einen Börsen-Crash, um Donald Trump davon abzuhalten, immer wieder eins draufzusetzen. Der US-Präsident hält sich derzeit in Brüssel auf, wo er am Nato-Gipfel ein weiteres "heisses Eisen" an die Hand nimmt. Es droht ein Streit zum Thema Verteidigungsausgaben.

Die Börse reagiert heftig auf die politischen Auseinandersetzungen: Der Swiss Market Index (SMI) verliert bis 10.50 Uhr 1,26 Prozent auf 8'657,99 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 1,32 Prozent auf 1'430,86 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 1,17 Prozent auf 10'393,53 Zähler. Bis auf Vifor Pharma (+0,3%) liegen alle Blue Chips in der Verlustzone. Der VSMI, das Mass für die Volatilität an der Schweizer Börse, steigt unterdessen um 4 Prozent an.

Am stärksten geben bei den Blue Chips die Aktien der Credit Suisse (-2,8%) nach, während auch die Branchennachbarn UBS (-2,1%) und Julius Bär (-1,7%) stark zurückgenommen werden. Die Banken haben besonders unter den wachsenden Marktturbulenzen zu leiden.

Im Handelsstreit sei eine gefährliche Eskalationsspirale in Gang kommen, die den Verlauf der Weltwirtschaft belasten könnte, sagt ein Händler. Vor diesem Hintergrund rutschen konjunkturabhängige Aktien wie jene des Zementkonzerns LafargeHolcim (-2,2%), des Reisedetailhändlers Dufry (-2,0%) oder der Uhren- und Schmuckhersteller Swatch (-1,8%) und Richemont (-2,0%) ab.

Die Uhrenbranche ist stark von der Konjunktur in China abhängig, schliesslich sind das "Reich der Mitte" mit der Handelsmetropole Hongkong die wichtigsten Absatzmärkte. Dort haben sich Schweizer Uhren zuletzt einer deutlich steigenden Nachfrage erfreut. Bei Swatch kommt am Mittwoch hinzu, dass die Deutsche Bank mit Blick auf die zuletzt gute Performance der Aktie das Rating auf "Hold" von zuvor "Buy" gesenkt hat.

Die Pharma-Schwergewichte Novartis und Roche (je -1,3%) können sich dem Abwärtstrend nicht entziehen, obwohl sie als defensive und weniger konjunkturabhängige Titel bekannt sind. Dagegen büsst das dritte Schwergewicht Nestlé lediglich 0,4 Prozent ein.

Im breiten Markt geben Kudelski um 4,4 Prozent nach. Das Westschweizer Technologieunternehmen sieht sich mit der Transformation des Geschäfts auf Kurs, muss allerdings für den Umbau hohe Kosten verbuchen und erwartet daher fürs erste Halbjahr Verluste. Analysten hatten zumindest beim operativen Ergebnis einen kleinen Gewinn erwartet.

Auch Idorsia (-5,0%) taumeln. Das Biotech-Unternehmen hat die gestern angekündigte Finanzierungsrunde abgeschlossen und platzierte knapp 12 Millionen neue Aktien. Die neuen Mittel seien noch nicht umfangreich genug, damit Idorsia mit Investitionen die Basis für das Erreichen des Break-even legen könne, meinte ein Analyst. Auch Forbo (-5,6%) stehen stark unter Druck, nachdem die UBS ihre "Kaufempfehlung" mit dem Rating "Neutral" ersetzt hat.

Die wenigen Gewinner werden von Aktien wie jenen des Bahnunternehmens BVZ (+2,4%) oder der Biotechnologie-Firma Molecular Partners (+2,3%) angeführt.

mk/kw

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
SMI -0.06%8995.38 verzögerte Kurse.-4.12%
SPI -0.10%10717.95 verzögerte Kurse.-0.31%
SWITZERLAND SWISS LEADER -0.13%1475.15 verzögerte Kurse.-2.82%
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