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Aktien Osteuropa Schluss: Gewinne dominieren in gutem Umfeld - Budapest schwach

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10.07.2018 | 18:48

MOSKAU/BUDAPEST/PRAG/WARSCHAU (dpa-AFX) - Dem weltweit freundlichen Börsenumfeld haben sich am Dienstag auch die osteuropäischen Handelsplätze angeschlossen. Lediglich am Budapester Aktienmarkt ging es bergab.

In Moskau schloss der russische RTS-Index 0,78 Prozent höher bei 1202,42 Punkten. Der rohstofflastige Index profitierte auch von den steigenden Ölpreisen.

Für den Warschauer Wig 30 ging es um 1,31 Prozent auf 2502,62 Punkte hoch. Der breiter gefasste Wig-Index stieg um 1,11 Prozent auf 57 041,58 Zähler. Bahnbrechende Konjunkturdaten blieben zwar aus, die Sorgen um die Auswirkungen der internationalen Handelskonflikte traten zuletzt jedoch etwas in den Hintergrund.

Bei den polnischen Einzelwerten stachen die Anteilscheine von KRUK positiv heraus. Im Juni waren die Aktien des Inkasso-Unternehmens noch massiv abgestürzt - nun gingen sie fast 20 Prozent höher aus dem Handel.

Ebenfalls klar bergauf ging es mit plus 5,27 Prozent für den Aktienkurs des Kohleproduzenten Jastrzbska Spóka Wglowa (JSW). Die Titel des Chemiekonzerns Grupa Azoty verteuerten sich um 3,81 Prozent.

In Prag stieg der Leitindex PX um 0,74 Prozent auf 1088,89 Punkte. Das Handelsvolumen lag bei 0,66 (zuletzt: 0,69) Milliarden tschechischen Kronen. Neben dem freundlichen europäischen Marktumfeld dürfte sich auch eine innenpolitische Entwicklung positiv auf den Prager Handel ausgewirkt haben: Einen Tag vor der Vertrauensabstimmung im Parlament wurde in Tschechien der Koalitionsvertrag unterzeichnet.

Dem Minderheitskabinett, das bereits vor knapp zwei Wochen ernannt worden war, gehören die populistische ANO-Partei von Ministerpräsident Andrej Babis und die Sozialdemokraten (CSSD) an. Mit den Kommunisten (KSCM) schloss Babis nun zudem ein Tolerierungsabkommen. Gemeinsam kommen die drei Parteien auf 108 der 200 Sitze im Abgeordnetenhaus, der wichtigeren der beiden Parlamentskammern.

Unter den tschechischen Einzelwerten schob sich Avast an die Spitze des PX: Die Aktien des Unternehmens für Sicherheitssoftware und Virenabwehr legten um 3,82 Prozent zu und zählten damit einmal mehr zu den stärksten Werten an der Prager Börse.

Gefolgt wurden sie von den Anteilscheinen des Energieversorgers CEZ (plus 2,03 Prozent) und jenen des Spirituosenkonzerns Stock (plus 1,18 Prozent).

Als einziger Verlierer im PX gingen die Papiere der Komercni Banka 0,85 Prozent tiefer aus dem Handel.

An der Budapester Börse sank der ungarische Leitindex Bux um 0,77 Prozent auf 35 403,20 Einheiten. Das Handelsvolumen belief sich auf 10,5 (zuletzt: 6,4) Milliarden Forint.

Bei den Index-Schwergewichten zeigte sich überwiegend eine schwächere Tendenz. So legten lediglich die Papiere des Ölkonzerns Mol um 1,2 Prozent zu.

Für MTelekom (minus 1,1 Prozent), die ungarische Notierung des Pharmakonzerns Gedeon Richter (minus 1,58 Prozent) und die Papiere der OTP Bank (minus 2,15 Prozent) ging es jedoch deutlich nach unten./rai/APA/gl/he


© dpa-AFX 2018
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