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Aktien Frankfurt Ausblick: Moderate Gewinne erwartet zum Hexensabbat

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15.03.2019 | 08:21

FRANKFURT (awp international) - Vor dem Hexensabbat an diesem Freitag dürfte der Dax zunächst leicht zulegen. Der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte gut eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsbeginn ein kleines Plus von 0,23 Prozent auf 11 588 Punkte. Damit bleibt das deutsche Börsenbarometer in Sichtweite zur 200-Tage-Linie bei aktuell 11 657 Punkten. Auch der EuroStoxx 50 wird am Freitag mit moderaten Gewinnen erwartet.

Ab Mittag steht an den Terminbörsen der grosse Quartalsverfall von Futures und Optionen an, der sogenannte Hexensabbat. Der könnte vorübergehend für deutlichere Bewegung sorgen. "Im DAX sollten Anleger vor allem auf die beiden Marken 11 700 und 11 500 Punkte achten", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners in seinem Morgenkommentar. Hier seien besonders grosse Positionen in Kaufoptionen offen.

Zudem bleiben die Blicke auf den Brexit gerichtet. Nach dem Votum des britischen Parlaments am Vorabend für eine Verschiebung des EU-Austritts hofft Premierministerin Theresa May nun auf einen Erfolg für ihren Deal im dritten Anlauf. Denn sie verknüpfte die Abstimmung über die Verschiebung indirekt mit einer Entscheidung über ihr Brexit-Abkommen. Ihr zufolge sollen die Abgeordneten die Wahl zwischen einer langen und einer kurzen Verschiebung haben.

Nur wenn diese bis spätestens kommenden Mittwoch, also einen Tag vor dem EU-Gipfel, für ihren Deal stimmten, sei eine kurze Austrittsverschiebung bis zum 30. Juni möglich, betonte May. Jede längere Verschiebung mache eine Teilnahme Grossbritanniens an der Europawahl im Mai nötig, was Brexit-Hardliner vermeiden wollen, damit der EU-Austritt nicht abgewendet wird.

In den Fokus könnten auch wieder Handelsstreitigkeiten mit den USA rücken, denn US-Präsident Donald Trump drohte am Vorabend der EU "ziemlich schwerwiegende" Massnahmen an, sollte sie nicht zu Verhandlungen über ein Handelsabkommen bereit sein.

Unter den Einzelwerten dürften erneut die Aktien des Zahlungsabwicklers Wirecard Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Auf der Handelsplattform Tradegate ging es für die Papiere vorbörslich um 8 Prozent abwärts. Strafverfolger haben laut dem "Handelsblatt" nun das Indien-Geschäft von Wirecard ins Visier genommen. Das Unternehmen kommentierte zugleich, dass die Inhalte "nicht neu" und bereits mehrfach auch durch externe Prüfungen widerlegt worden seien. Hinzu kommt eine Verkaufsempfehlung der Citigroup. Diese senkte ihr Anlageurteil auf "Sell" und das Kursziel auf 100 Euro.

Autowerte wie BMW , Daimler und VW könnten von den Pkw-Neuzulassungszahlen des Branchenverbandes ACEA im Februar in Europa bewegt werden. Die Nachfrage auf dem europäischen Automarkt sank den nunmehr sechsten Monat in Folge. Allerdings war das Minus geringer als im vorangegangenen Monat.

Zudem könnten die Anteilsscheine von Gea von einer Studie der britischen Investmentbank Barclays profitieren. Diese hob das Papier des auf die Milchindustrie spezialisierten Maschinenbauers von "Equal Weight" auf "Overweight". Nach sieben Gewinnwarnungen seit Oktober 2016 sei es nun an der Zeit, den Anlagehintergrund neu zu beleuchten, schrieb Analyst Lars Brorson. Die vom neuen Konzernchef vorgestellten Initiativen seien ein erster wichtiger Schritt, das Investorenvertrauen wieder herzustellen. Vorbörslich stiegen Gea auf Tradegate um 1,5 Prozent./ck/mis

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