DOW JONES--Unsere Auswahl an Ereignissen aus der Finanz- und Wirtschaftswelt, die in der Woche im Fokus stehen werden (Angaben in Ortszeit Deutschland):
1. Commerzbank-Hauptversammlung von Unicredit geprägt
Der größte Commerzbank-Aktionär wird bei der Hauptversammlung der Frankfurter Bank in Wiesbaden wohl nicht in Erscheinung treten - und ist doch omnipräsent. Die Unicredit, die etwa 30 Prozent der Anteile hält und jüngst ein Übernahmeangebot gestartet hat, dürfte das wichtigste Thema sein bei Aktionären, Management und Mitarbeitern. Konzernchefin Bettina Orlopp wird auf ihre jüngst angehobenen Ziele und verschärften Maßnahmen verweisen, um damit die Eigenständigkeit der Bank zu unterstreichen. Die Mitarbeiter weiß die Managerin dabei trotz neuer Pläne für Stellenstreichungen hinter sich. Die Aktionäre sollen unter anderem mit hohen Ausschüttungen bei der Stange gehalten werden - bei der HV sollen sie über eine kräftige Dividendenerhöhung abstimmen.
>>> Mittwoch, 20. Mai 2026; 10:00
2. Nvidia beschleunigt Wachstum dank anhaltender KI-Nachfrage
Der KI-Boom ist ungebrochen - und damit auch die Erfolgswelle von Nvidia, dem wichtigsten Lieferanten jener Chips, die die riesigen Rechenzentren von Anbietern wie Anthropic, OpenAI, Google, Amazon und Microsoft betreiben. Deren massive KI-Investitionen fließen weiter. Das mit einer Marktkapitalisierung von über 5 Billionen US-Dollar wertvollste börsennotierte Unternehmen der Welt legt am Mittwoch Zahlen vor und liefert damit einen der wichtigsten Termine für die US-Börsenwoche. Nvidia hat für das erste Geschäftsquartal eine Wachstumsrate über der des Vorquartals von 73 Prozent in Aussicht gestellt.
>>> Mittwoch, 20. Mai 2026; 22:20
3. Ifo-Geschäftsklima von Geopolitik belastet
Das Ifo-Geschäftsklima für Mai dürfte die zunehmende Unsicherheit der deutschen Unternehmen widerspiegeln. Nachdem sich die Geschäftserwartungen zu Jahresbeginn leicht stabilisiert hatten, sorgte die geopolitische Eskalation im Iran für einen deutlichen Stimmungsdämpfer, der vor allem die energieintensive Industrie hart traf. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen rechnen mit einem Rückgang von 84,4 auf 84,1 Punkte. Während die Beurteilung der aktuellen Lage aufgrund noch abzuarbeitender Auftragsbestände oft nur moderat nachgibt, blicken die Unternehmen mit wachsender Sorge auf die kommenden sechs Monate. Die deutsche Wirtschaft läuft damit Gefahr, ihre fragile Erholung einzubüßen und endgültig zurück in den Krisenmodus zu kippen.
>>> Freitag, 22. Mai 2026, 10:00
Mitarbeit: Andreas Plecko, Matthias Goldschmidt
Kontakt zum Autorenteam: topnews.de@dowjones.com
DJG/mgo/apo/cbr
(END) Dow Jones Newswires
May 15, 2026 10:57 ET (14:57 GMT)



















