Was heute an den US-Märkten und den globalen Börsen von Bedeutung ist

Von Mike Dolan, Editor-at-Large, Finanzen und Märkte

Der Iran-Konflikt geht in seine elfte Woche - das ist mehr als doppelt so lange, wie Präsident Donald Trump ursprünglich bei der Anordnung der ersten Schläge gegen den Iran prognostiziert hatte. Ein Ende ist derzeit nicht absehbar.

Die Hoffnungen der vergangenen Woche auf einen US-Plan zur Beendigung des Krieges erhielten am Wochenende einen Dämpfer, als Trump die Reaktion des Irans als 'völlig inakzeptabel' bezeichnete.

Auf diese und weitere Themen werde ich im Folgenden näher eingehen.

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11 WOCHEN UND KEIN ENDE IN SICHT

Zwischen den USA und dem Iran herrscht weiterhin Uneinigkeit über die nuklearen Ambitionen Teherans und die Kontrolle der Straße von Hormus, die für den Öl- und Frachtverkehr weitgehend gesperrt bleibt.

Die Weltmarktpreise für Rohöl sprangen nach Trumps Erklärung über Nacht um fast 5 % nach oben, bevor sie sich leicht entspannten. Brent-Rohöl notierte zuletzt bei rund 104 Dollar pro Barrel. Dies reichte aus, um die anhaltend optimistischen Aktienmärkte vorerst auszubremsen.

Doch der KI-Hype und der Boom im Halbleitersektor konkurrieren weiterhin mit der Energiekrise um die Aufmerksamkeit der Anleger. Dies zeigte sich am Montag in einem parallelen Anstieg des chip-lastigen südkoreanischen KOSPI-Benchmarks um über 4 %.

Die Futures an der Wall Street zeigten sich am frühen Montag weitgehend unverändert, nachdem der S&P 500 in der vergangenen Woche eine Reihe neuer Rekordhochpunkte markiert hatte. Zur allgemeinen Resilienz trug auch der US-Arbeitsmarktbericht für April vom Freitag bei. Dieser deckte sich mit einer Reihe anderer Arbeitsmarktindikatoren der Vorwoche und verdeutlichte, dass die Gesamtzahl der neu geschaffenen Stellen durch den Krieg bislang kaum beeinträchtigt wurde.

Verwerfungen am Arbeitsmarkt könnten jedoch zeitverzögert eintreten, und die weiterhin hohen Benzinpreise könnten den Konsum letztlich belasten.

Chinas Festlandaktien legten im Vorfeld des am Donnerstag beginnenden Gipfeltreffens zwischen Präsident Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping zu. Allerdings könnten die über den Prognosen liegenden Sprünge bei der lange Zeit gedämpften chinesischen Erzeuger- und Verbraucherinflation infolge des Energieschocks für eine unangenehme Kulisse sorgen.

Ebenfalls in Asien wird Finanzminister Scott Bessent heute zu Gesprächen mit japanischen Regierungsvertretern nach Tokio aufbrechen.

Andernorts wuchs der Druck auf den britischen Premierminister Keir Starmer innerhalb seiner eigenen Labour-Partei nach den schwachen Ergebnissen bei den Kommunalwahlen in der vergangenen Woche weiter an. Nach Berichten über eine mögliche Herausforderung seiner Führungsrolle am Wochenende erklärte Starmer, dass er nicht zurücktreten werde. Am Montag hielt er eine Rede, die darauf abzielt, den Rückhalt in seiner Partei zu festigen.

Zurück in den USA stehen am Montag Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser auf der Agenda, doch ab Dienstag werden die Inflationsdaten für April das Geschehen dominieren. Die Aufmerksamkeit wird sich zudem auf Washington richten, da der US-Senat am Montag über die Nominierung von Kevin Warsh zum nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve abstimmen könnte. Die Amtszeit des scheidenden Vorsitzenden Jerome Powell endet offiziell am Freitag.

Zu den wichtigsten Unternehmenszahlen der Woche gehören schließlich Cisco und Applied Materials.

Chart des Tages

Chinas Exportwachstum hat im April an Fahrt gewonnen. Die Fabriken beeilten sich, eine Welle von Aufträgen aus KI-bezogenen Branchen und von anderen Käufern zu bedienen, die angesichts der Befürchtung, der Iran-Krieg könnte die globalen Inputkosten weiter in die Höhe treiben, ihre Lagerbestände an Komponenten aufstocken wollten.

Diese Exportstärke, durch die sich Chinas Handelsüberschuss mit den USA in diesem Jahr bisher auf 87,7 Milliarden Dollar ausgeweitet hat, wird in der nächsten Woche im Fokus stehen, wenn Trump zum Gipfeltreffen nach Peking reist. Es wird erwartet, dass dort der im letzten Jahr vereinbarte Handelsfrieden verlängert wird.

Wichtige Termine heute

o US-Verkäufe bestehender Häuser April (16:00 Uhr MESZ), Conference Board Employment Trends Index April (16:00 Uhr MESZ)

o Auktion 3-jähriger US-Staatsanleihen (19:00 Uhr MESZ)

o US-Finanzminister Scott Bessent bricht zu einer dreitägigen Reise nach Tokio auf

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