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Ölpreise gestiegen - Lage in Saudi-Arabien stützt

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09.11.2017 | 18:00

NEW YORK/LONDON (awp international) - Die Ölpreise haben am Donnerstag zugelegt. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 64,08 US-Dollar. Das waren 58 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Dezember stieg um 47 Cent auf 57,28 Dollar.

Die Ölpreise würden durch die undurchsichtige Lage in Saudi-Arabien gestützt, sagten Händler. Bei der beispiellosen Verhaftungswelle in dem Land sind nach offiziellen Angaben mehr als 200 Personen festgesetzt worden. Diese seien wegen Korruptionsvorwürfen zu Befragungen einbestellt worden.

Ein grosses Thema am Markt waren Daten vom US-Ölmarkt vom Mittwochnachmittag. Nach Angaben des Energieministeriums war die US-Rohölproduktion zuletzt auf 9,6 Millionen Fass pro Tag gestiegen. Das ist das höchste Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1983.

Der Trend spiegelt eine Hauptsorge des Ölkartells Opec wider: Die von der Organisation eingerichtete Fördergrenze lässt zwar die Erdölpreise steigen. Sie erhöht damit aber auch die Rentabilität der Schieferölförderung in den USA. Die steigende US-Förderung wiederum kann über ein höheres Angebot die Ölpreise unter Druck setzen und so der Opec-Fördergrenze entgegenwirken. Experten schlussfolgern daraus, das Ölkartell habe seine einstige Preissetzungsmacht verloren./jsl/he

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