Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Registrieren
Registrieren
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  ThyssenKrupp    TKA   DE0007500001

THYSSENKRUPP (TKA)
Meine letzten Aufrufe
Populärste Aktien
  Report  
ÜbersichtKurseChartsNewsAnalysenTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionen 
News-ÜbersichtNewsOffizielle PublikationenBranchennachrichtenTweets
OFFRE

Trump riskiert mit Stahl-Zöllen Handelskrieg - EU will Vergeltung

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
01.03.2018 | 21:56

WASHINGTON/BRÜSSEL (awp international) - US-Präsident Donald Trump hat mit seiner Ankündigung von umfassenden Einfuhrzöllen für Stahlimporte die Tür zu einem Handelskrieg geöffnet. Trump kündigte am Donnerstag an, auf Stahlimporte künftig einen pauschalen Zoll von 25 Prozent erheben zu wollen.

Die EU reagierte prompt und kündigte umgehend Vergeltungsmassnahmen an. "Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie unsere Industrie durch unfaire Massnahmen getroffen wird, die Tausende europäische Arbeitsplätze gefährden", kündigte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Donnerstagabend in Brüssel an.

Auch der führende CSU-Europapolitiker, Manfred Weber, warf Trump vor, eine "sehr gefährliche Entwicklung" zu provozieren. "Eine Handelsauseinandersetzung ist zum Schaden aller", sagte er. Aber wenn Trump grundlos europäische Waren verteuere, müsse Europa zum Schutz von Arbeitsplätzen reagieren.

Der SPD-Handelsexperte Bernd Lange prognostizierte eine Isolierung der USA. "Das ist rücksichtloser Nationalismus und Protektionismus in Reinform", kommentierte der Europaabgeordnete. Den Amerikanern müsse mit harten Gegenmassnahmen aufgezeigt werden, "wo die Grenzen unseres Verständnisses für einen irrational und protektionistisch handelnden US-Präsidenten liegen".

Im Gegensatz zu Stahl soll bei Aluminium nur ein Strafzoll von zehn Prozent gelten. Mit den Massnahmen will Trump die schwächelnde heimische Industrie wieder aufpäppeln. "Wir werden neue Jobs bekommen und pulsierende Unternehmen", sagte Trump unter dem Beifall eingeladener US-Unternehmer im Weissen Haus.

Einzelheiten will der US-Präsident in der nächsten Woche bekanntgegeben. Sein Finanzminister Steven Mnuchin trifft sich Mitte März im G20-Kreis mit seinen wichtigsten Amtskollegen. Die G20-Gruppe der Top-Wirtschaftsmächte strebt im Streit um Stahlpreise und Überkapazitäten eigentlich eine Lösung im Konsens an, die Kanzlerin Angela Merkel (CDU) unter deutscher G20-Präsidentschaft im vergangenen Jahr noch massgeblich vorangetrieben hatte.

Die Stahl-Politik ist aber elementarer Teil der "America First"-Politik der Trump-Administration. Die Zölle, mit denen die USA angeblichen Dumping-Praktiken im Ausland begegnen wollen, sollen für "eine lange Zeitspanne" gelten, sagte Trump.

Mehrmals benutzte der US-Präsident das Wort "Schutz" für die heimische Industrie. Er setzt damit nach Strafzöllen auf Waschmaschinen, Solarpaneele und Flugzeuge seine protektionistische Politik fort. Allerdings sind die Zölle juristisch heikel und können international unter Umständen angefochten werden.

"Die USA bauen eine Zollschranke auf, mit der sie sich gegen Stahlimporte aus aller Welt abschotten. Diese Massnahme verstösst eindeutig gegen Regeln der Welthandelsorganisation WTO", sagte der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff. Die EU sei nun gefragt. Kerkhoff befürchtet nun, dass Exporteure den offenen EU-Markt überschwemmen könnten, um die Zölle in den USA zu vermeiden.

Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Dieter Kempf, kritisierte die Haltung der US-Regierung. "Trump riskiert weltweite Handelskonflikte und eine Spirale des Protektionismus, die am Ende auch amerikanische Jobs kosten werden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. In US-Medien war von einem möglichen Handelskrieg die Rede.

Trump ist innenpolitisch derzeit unter schweren Druck geraten. Erst tags zuvor hatte seine Kommunikationschefin und enge Vertraute Hope Hicks ihren Rückzug bekanntgegeben. In Washington wurde darüber spekuliert, ob die Entscheidung auch eine Art Befreiungsschlag in diese Richtung bedeuten sollte.

Handelsminister Wilbur Ross hatte dem Präsidenten vor zwei Wochen einen Katalog mit drei Handlungsoptionen vorgelegt. Der Katalog sah vor, entweder Strafzölle für alle Länder einzuführen oder höhere Zölle von 50 Prozent für einige Länder - darunter China und Russland - und ein Einfrieren aller anderen Exporte auf dem Niveau von 2017. Dritte Option wäre der Verzicht auf Zölle, stattdessen eine Quotenregelung mit einer Deckelung auf 63 Prozent des 2017er Niveaus.

Hintergrund ist, dass die verbliebenen Aluminiumhütten als auch die Stahlwerke in den USA aufgrund der Billigkonkurrenz im Ausland ihre Kapazitäten nicht auslasten können. Die Stahlindustrie liegt derzeit nur bei 73 Prozent Auslastung und soll mit Hilfe der Zölle auf 80 Prozent gebracht werden. Bei der Aluminiumindustrie soll der Auslastungsgrad von derzeit sogar nur 48 Prozent auf 80 Prozent angehoben werden.

In den USA mussten seit dem Jahr 2000 zehn Stahlwerke schliessen. Die Beschäftigung ging in den vergangenen 20 Jahren um 35 Prozent zurück.

Die weltweite Stahlproduktion sei seit 2000 um 127 Prozent gestiegen, während die Nachfrage langsamer gewachsen sei, heisst es in der Ausarbeitung des Ross-Ministeriums. Allein China schaffe mehr Überkapazität am Weltmarkt als die USA verbrauche.

Trump hatte bereits am Donnerstagmorgen via Twitter noch einmal seine Meinung zum Thema deutlich gemacht. "Unsere Stahl- und Aluminiumbranche sowie viele andere wurden jahrzehntelang durch unfairen Handel und schlechte Politik mit vielen Ländern der Welt dezimiert", schrieb Trump.

Bei einer kurzfristig einberufenen Expertenrunde mit Stahl-Unternehmern sagte Trump am Donnerstag in Washington, die USA würden aus anderen Ländern mit massivem Dumping unter Druck gesetzt. "Es bringt unsere Unternehmen um."

Die USA seien auch in diesem Bereich extrem unfair behandelt worden. Vertreter der Stahlindustrie äusserten sich in einer Gesprächsrunde mit Trump angetan und begeistert von der Ankündigung Trumps.

"Ich mache den anderen Ländern keinen Vorwurf", sagte Trump. Sie hätten sich im Rahmen der beschlossenen Deals verhalten. "Wer diese Deals abgeschlossen hat, sollte sich schämen", sagte Trump an die Adresse früherer US-Regierungen./dm/aha/DP/stw

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
SALZGITTER AG 0.55%42.4 verzögerte Kurse.-11.40%
THYSSENKRUPP -0.93%20.27 verzögerte Kurse.-15.51%
UNITED STATES STEEL CORPORATION 0.94%29.38 verzögerte Kurse.-17.22%
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu THYSSENKRUPP
17:32ULRICH LEHNER : IG Metall in Sorge um Thyssen - Große Lösung gefordert
RE
17:25THYSSENKRUPP AG : Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europ..
EQ
17:00THYSSENKRUPP AG : Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europ..
EQ
12:49DAS NÄCHSTE MEGA-PROJEKT : thyssenkrupp-Technologie macht Hudson Yards in New Yo..
PU
21.09.G20-FORUM : Reduzierung von Stahl-Kapazitäten notwendig
DP
20.09.Thyssenkrupp testet Umwandlung von Hüttengas in Kraftstoff
AW
20.09.Thyssenkrupp-Chef Kerkhoff treibt Stahl-Bündnis mit Tata voran
RE
20.09.KONE OYJ : Elliott-Manager - Wollen keine Zerschlagung von Thyssenkrupp
RE
20.09.KLIMAGAS ZU WERTSTOFF : thyssenkrupp startet Produktion
PU
19.09.AKTIE IM FOKUS : Höhere Gewinnprognose sorgt bei Salzgitter für Erleichterung
DP
Mehr News
News auf Englisch zu THYSSENKRUPP
17:25THYSSENKRUPP AG : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the Ge..
EQ
17:00THYSSENKRUPP AG : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the Ge..
EQ
12:49THE NEXT MEGA PROJECT : thyssenkrupp confirmed as official vertical transportati..
PU
20.09.THYSSENKRUPP : Patent Issued for Elimination Of Ammonia And Lower Alkanes And/Or..
AQ
20.09.THYSSENKRUPP : Patent Issued for Steep-Angle Conveying Installation For Open-Cas..
AQ
20.09.TATA STEEL : Thyssenkrupp to keep on implementing steel JV with Tata - CEO
RE
20.09.TURNING GREENHOUSE GASES INTO VALUAB : thyssenkrupp starts production
PU
18.09.Thyssenkrupp overhaul must protect worker interests - labour boss
RE
18.09.THYSSENKRUPP AG : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the Ge..
EQ
18.09.THYSSENKRUPP : reorganizes Business Area Industrial Solutions
AQ
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern (€)
Umsatz 2018 41 472 Mio
EBIT 2018 1 756 Mio
Nettoergebnis 2018 795 Mio
Schulden 2018 5 310 Mio
Div. Rendite 2018 0,92%
KGV 2018 17,05
KGV 2019 12,98
Marktkap. / Umsatz 2018 0,44x
Marktkap. / Umsatz 2019 0,45x
Marktkap. 12 737 Mio
Chart THYSSENKRUPP
Laufzeit : Zeitraum :
thyssenKrupp : Chartanalyse thyssenKrupp | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse THYSSENKRUPP
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 18
Mittleres Kursziel 27,2 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 33%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Vorstände
NameTitel
Guido Kerkhoff Chief Executive & Financial Officer
Martin Holz Chief Information Officer
Bernhard Pellens Independent Member-Supervisory Board
Wilhelm Segerath Member-Supervisory Board
Susanne Herberger Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
THYSSENKRUPP-15.51%14 963
ARCELORMITTAL1.49%33 114
POSCO--.--%23 840
NUCOR1.26%20 366
NIPPON STEEL & SUMITOMO METAL CORP-19.33%20 055
NOVOLIPETSK STEEL PAO--.--%15 802