Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Senvion S.A.    SEN   LU1377527517

SENVION S.A.

(SEN)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
News-ÜbersichtNewsPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalysten Empfehlungen zu

Ende der Schönwetterphase: Mehr Firmenpleiten erwartet

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
10.12.2019 | 13:33

FRANKFURT (dpa-AFX) - Droht Deutschland 2020 eine Welle von Firmenpleiten? Ganz so dramatisch sehen es die Experten von Creditreform bislang nicht. Allerdings: Erstmals seit dem Krisenjahr 2009 erwartet die Wirtschaftsauskunftei im nächsten Jahr wieder einen Anstieg der Insolvenzen von Unternehmen.

"Der jahrelange Rückgang bei den Unternehmensinsolvenzen ist de facto beendet", stellte Creditreform-Hauptgeschäftsführer Volker Ulbricht am Dienstag in Frankfurt fest. "Die konjunkturelle Abschwächung in Deutschland macht sich zunehmend in der Insolvenzstatistik bemerkbar."

Für das kommende Jahr rechnet Creditreform mit 19 800 Firmenpleiten in Europas größter Volkswirtschaft. Das wäre eine Trendwende: Seit 2009 (32 930 Fälle) sind die Zahlen kontinuierlich gesunken, seit dem Höchststand im Jahr 2003 mit 39 470 Firmenpleiten haben sich die Fallzahlen in Deutschland halbiert.

Bis zum Ende des laufenden Jahres werden nach Einschätzung von Creditreform 19 400 Unternehmen hierzulande den Gang zum Insolvenzrichter angetreten haben. Das wären fast genauso viele wie im Jahr 2018 (19 410 Fälle).

Bei den Verbraucherinsolvenzen setzte sich der seit 2010 anhaltende rückläufige Trend fort, wenn auch nicht mehr so deutlich: 65 700 Privatleute rutschten im Jahr 2019 in die Pleite und damit 3,0 Prozent weniger als ein Jahr zuvor (67 740). Hier erwartet Creditreform dank der nach wie vor guten Lage auf dem Arbeitsmarkt 2020 einen weiteren Rückgang auf 64 000 Fälle.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen verharrt auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Doch womöglich trügt die Ruhe. Einer Auswertung des Informationsdienstleisters Crifbürgel zufolge gehen über 310 000 Unternehmen in Deutschland mit finanziellen Problemen ins Jahr 2020. Viele Unternehmen hätten in den vergangenen Jahren "einen Puffer gegen Krisen aufgebaut", erklärte Crifbürgel-Geschäftsführerin Ingrid Riehl. "Diese Widerstandsfähigkeit beginnt jedoch zu bröckeln."

Handelskonflikte und das Brexit-Drama belasten Exporteure, die Umbrüche in der Automobilindustrie fordern auch deren Zulieferer. "Hinzu kommt die steigende Anzahl an Großinsolvenzen im Jahr 2019. In vielen Fällen sorgen so Dominoeffekte dafür, dass zahlungsunfähige Firmen weitere Unternehmen mit in die Insolvenz ziehen", analysierte Riehl.

Die Kreditversicherung Euler Hermes hatte anhand von Zahlen für die ersten neun Monate 2019 bereits darauf hingewiesen, dass im laufenden Jahr verstärkt namhafte und große Unternehmen von Insolvenzen betroffen waren: unter anderen die Modefirma Gerry Weber, die Fluggesellschaft Germania und das Windanlagenunternehmen Senvion. Für viel Aufsehen sorgte in den vergangenen Wochen die Pleite des Reisekonzerns Thomas Cook. Amtliche Insolvenzzahlen für das Gesamtjahr 2019 veröffentlicht das Statistische Bundesamt im März.

Die weitaus meisten Unternehmen sterben im Verborgenen: In vier von fünf Fällen (81,7 Prozent) haben Firmen, die in die Pleite rutschen, nach Angaben von Creditreform höchstens fünf Beschäftigte. Besonders groß ist das Pleiterisiko demnach etwa bei Umzugstransporten, Bars sowie Wach- und Sicherheitsdiensten.

Jede einzelne Firmenpleite - und sei sie noch so klein - trifft Mitarbeiter und Gläubiger hart. In Summe stehen Creditreform zufolge im laufenden Jahr rund 218 000 Arbeitsplätze auf der Kippe oder sind bereits verloren - etwa 20 000 mehr als ein Jahr zuvor.

Handwerker, Lieferanten, Kreditgeber müssen häufig zumindest auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Creditreform schätzt die Insolvenzschäden im laufenden Jahr auf insgesamt 23,5 Milliarden Euro

- auch dies mehr als 2018 (20,1 Mrd Euro).

Sorgen machen den Experten zwei Trends: Zum einen hielten niedrige Zinsen und günstige Finanzierungsbedingungen in den vergangenen Jahren etliche Unternehmen am Leben, die in normalen Zeiten wohl eher ein Pleitekandidat wären. Zum anderen kam es nach den Zahlen von Creditreform 2019 zu einem spürbaren Anstieg der Insolvenzen im Verarbeitenden Gewerbe (plus 6,6 Prozent) - die aktuelle Schwäche der Industrie schlägt also durch.

"Die Unternehmen kommen aus einer langen Phase des Sonnenscheins (...), haben sich etwas Speck angefressen, das verhindert das Schlimmste", sagt Creditreform-Hauptgeschäftsführer Ulbricht. "Es ist nicht so, als hätten wir einen dramatischen Umschwung. Wir haben eine Symptomatik, die darauf hinweist, dass der Himmel nicht mehr blau ist, sondern dass er sich bewölkt hat. Und vereinzelt regnet es, und es gibt hier und da auch Blitzeinschläge."/ben/DP/jha

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
EURO / BRITISH POUND (EUR/GBP) -0.04%0.8492 verzögerte Kurse.0.50%
GERRY WEBER INTERNATIONAL AG 0.00%Schlusskurs.-98.11%
SENVION S.A. 5.32%0.0198 verzögerte Kurse.7.03%
THOMAS COOK GROUP -2.49%3.451 Schlusskurs.-88.78%

© dpa-AFX 2019
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu SENVION S.A.
09.01.SENVION S A : Siemens Gamesa schließt die Übernahme des europäischen Servicegesc..
PU
08.01.Kreditversicherer Euler Hermes erwartet 2020 mehr Firmenpleiten
RE
2019Mehr Nachfrage bei Windstromauktion
DP
2019KLIMAPAKET : Regelungen zu Windkraft könnten ausgekoppelt werden
DP
2019ENDE DER SCHÖNWETTERPHASE : Mehr Firmenpleiten erwartet
DP
2019TRENDWENDE BEI ZAHL DER FIRMENPLEITE : 2020 wohl wieder mehr Fälle
DP
2019TAGESVORSCHAU : Termine am 6. Dezember 2019
DP
2019WOCHENVORSCHAU : Termine bis 19. Dezember 2019
DP
2019Energieminister fordern schnelle Lösung zu Wind-Abstandsregelungen
DP
2019Altmaier hält an umstrittener Abstandsregelung für Windräder fest
DP
Mehr News
News auf Englisch zu SENVION S.A.
13.01.SENVION S A : Siemens Gamesa successfully completes acquisition of European Serv..
AQ
09.01.SENVION S A : Siemens Gamesa successfully completes acquisition of European Serv..
PU
2019Turbine maker Siemens Gamesa shares plummet on delayed margin goals
RE
2019SENVION S A : Siemens Gamesa reaches agreement to acquire selected assets of Sen..
AQ
2019Siemens Gamesa Buys Senvion Assets for EUR200 Million
DJ
2019Siemens Gamesa to buy assets from wind turbine maker Senvion
RE
2019Scots MSPs unite behind onshore wind
AQ
2019SENVION : installs turbines for 299MW wind farms in Chile and Australia
AQ
2019SENVION : Spanish platforms picked for Taranto turbines
AQ
2019SENVION : secure 200 MW offshore wind farm
AQ
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern (EUR)
Umsatz 2018 1 448 Mio
EBIT 2018 -17,8 Mio
Nettoergebnis 2018 -78,3 Mio
Schulden 2018 283 Mio
Div. Rendite 2018 -
KGV 2018 -0,02x
KGV 2019 -
Marktkap. / Umsatz2018 0,20x
Marktkap. / Umsatz2019 0,14x
Marktkap. 1,45 Mio
Chart SENVION S.A.
Dauer : Zeitraum :
Senvion S.A. : Chartanalyse Senvion S.A. | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse SENVION S.A.
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung HALTEN
Anzahl Analysten 1
Mittleres Kursziel 4,00  €
Letzter Schlusskurs 0,02  €
Abstand / Höchstes Kursziel 20 102%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 20 102%
Abstand / Niedrigsten Ziel 20 102%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Yves Rannou Chief Executive Officer
Eugene Davis Chairman-Supervisory Board
Steven D. Scheiwe Member-Supervisory Board
Timothy Bernlohr Member-Supervisory Board
Dirk Luttermann Head-Marketing
Branche und Wettbewerber