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NISSAN MOTOR CO., LTD.

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ROUNDUP 4: Fusion von Fiat Chrysler und Renault vom Tisch - Aktien unter Druck

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06.06.2019 | 09:59

(Im neuen fünften Absatz wurde eine Stellungnahme des französischen Wirtschaftsministeriums eingefügt, Aktienkurse im sechsten Absatz aktualisiert.)

BOULOGNE-BILLANCOURT/LONDON (dpa-AFX) - Die angestrebte Fusion von Fiat Chrysler (FCA) und Renault ist vom Tisch. Überraschend zog FCA sein Angebot in der Nacht zum Donnerstag "mit sofortiger Wirkung" zurück, nachdem zuvor Renault auf Wunsch des französischen Staates gezögert hatte, das Gesprächsangebot überhaupt anzunehmen. Renault äußerte sich zunächst nicht zu der FCA-Entscheidung.

Es sei klar geworden, dass derzeit die politischen Voraussetzungen, damit ein solcher Zusammenschluss erfolgreich sei, in Frankreich nicht gegeben seien, teilte der italienische-amerikanische Autobauer am frühen Donnerstagmorgen in einer Stellungnahme in London mit. FCA sei weiterhin davon überzeugt, dass der Fusionsvorschlag überzeugend gewesen sei und für alle Parteien Vorteile gebracht hätte, hieß es.

Renault hatte zuvor mitgeteilt, eine Entscheidung über förmliche Fusionsgespräche erneut zu verschieben. Der Verwaltungsrat hatte über die Fusionsofferte beraten, konnte aber keine Entscheidung mehr treffen, da Regierungsvertreter die Verschiebung beantragten, so Renault.

Die französische Seite sieht die Schuld bei dem italienisch-amerikanischen Autobauer. Es habe keinen guten Grund gegeben, das Angebot so überstürzt zurückzuziehen, hieß es in der Nacht zu Donnerstag aus Regierungskreisen. Bereits seit Beginn der Gespräche habe FCA massiven zeitlichen Druck ausgeübt und versucht, die Verhandlungen nach dem Ansatz "take it or leave it" ("nimm es oder lass es bleiben") zu führen. Die französische Seite habe klargemacht, dass sie sich nicht derart unter Druck setzen lasse, so die Kreise.

Der Renault-Verwaltungsrat habe fünf zusätzliche Tage für Beratungen gewollt, erklärte das französische Wirtschaftsministerium von Bruno Le Maire in einer Stellungnahme am Donnerstag. Die ausdrückliche Unterstützung Nissans habe noch ausgestanden. Der Staat habe vier Bedingungen für eine endgültige Einigung zwischen Renault und FCA genannt. Von diesen seien aber nur drei erfüllt gewesen, erklärte das Ministerium. Frankreich hält rund 15 Prozent an der Renault-Gruppe.

Die Aktien beider Autobauer mussten am Donnerstag zunächst herbe Kursverluste einstecken, die sich dann zum Teil relativierten. Die Papiere von Fiat Chrysler liegen in Mailand noch leicht im Minus, nachdem sie sich leicht erholt haben. Für Renault geht es in Paris um gut 7 Prozent auf 52,07 Euro abwärts. Damit bewegen sich die Papiere der Franzosen wieder nahe des tiefsten Niveaus seit Herbst 2014, nachdem die Hoffnung auf eine Fusion mit Fiat Chrysler sie zuletzt noch über 58 Euro getrieben hatte.

FCA hatte in der vergangenen Woche sein Ansinnen öffentlich gemacht, sich mit Renault zusammenzuschließen. Die Unternehmen hätten gemeinsam zum weltweit drittgrößten Autohersteller aufsteigen und die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern können. Fiat Chrysler hatte vorgeschlagen, dass beide Unternehmensgruppen - also FCA und Renault - je die Hälfte an der neuen Gesellschaft halten. Zusammen würden sie auf 8,7 Millionen Fahrzeuge im Jahr kommen.

Renault reagiert bereits unmittelbar nach Veröffentlichung der Offerte des italienisch-amerikanischen Konzerns mit Interesse. Auch der französische Staat, der 15 Prozent an Renault hält, reagierte positiv. Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire warnte am Mittwoch jedoch vor zu viel Eile bei den Gesprächen. "Nehmen wir uns die Zeit, die Dinge richtig zu machen", sagte Le Maire dem Fernsehsender BFMTV.

Der geplatzte Zusammenschluss mit FCA ist derzeit nicht die einzige schlechte Nachricht für Renault. Le Maire erklärte, in der Affäre um Ex-Spitzenmanager Carlos Ghosn werde Anzeige erstattet. Wenn der Staat Aktionär eines Unternehmens sei, müsse er sicherstellen, dass dessen Führung gut funktioniere. Die Justiz müsse dann in der Sache entscheiden, so der Minister zu BFMTV. Bis wann die Anzeige eingereicht werden soll, sagte Le Maire zunächst nicht.

Renault hatte bei einer Tochtergesellschaft in den Niederlanden zweifelhafte Ausgaben von zusammen rund elf Millionen Euro entdeckt. Wie der Renault-Verwaltungsrat am Dienstagabend mitteilte, geht es dabei unter anderem um Kosten für Flugreisen des früheren Konzernchefs Ghosn. Auch in den Niederlanden sollten rechtliche Schritte gegen Ghosn abgewogen werden.

Eine Überprüfung der gemeinsamen Tochtergesellschaft mit dem japanischen Partner Nissan bestätigte erste Hinweise, wonach es dort ebenfalls Mängel gab im Hinblick auf die finanzielle Transparenz und Verfahren zur Ausgabenkontrolle. Die Prüfung habe "problematische" Ausgaben in einem Zeitraum innerhalb der vergangenen zehn Jahre ergeben, erklärte Nissan am Mittwoch in einer Stellungnahme. Es gehe unter anderem um Kosten für private Reisen sowie um Geschenke und Spenden deren Zweck unklar oder unangemessen gewesen sei, hieß es. Die Überprüfung dauere an, so Nissan.

Nach der Verhaftung Ghosns in Japan war das von ihm geschaffene und kontrollierte französisch-japanische Auto-Bündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten. Ghosn war ein Verstoß gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden./ari/DP/fba

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
FIAT CHRYSLER AUTOMOBILES 2.47%13.194 Schlusskurs.3.11%
NISSAN MOTOR CO., LTD. -0.24%668 Schlusskurs.-21.97%
RENAULT 2.66%42.29 Realtime Kurse.-24.48%
RUSLAND-RTS 2.31%1496.96 Schlusskurs.39.98%
TOYOTA MOTOR CORPORATION -0.46%7628 Schlusskurs.23.43%
VOLKSWAGEN AG 0.75%179.58 verzögerte Kurse.28.30%

© dpa-AFX 2019
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Finanzkennziffern (JPY)
Umsatz 2020 10 629 Mrd.
EBIT 2020 154 Mrd.
Nettoergebnis 2020 131 Mrd.
Schulden 2020 6 593 Mrd.
Div. Rendite 2020 3,12%
KGV 2020 19,3x
KGV 2021 9,53x
Marktkap. / Umsatz2020 0,87x
Marktkap. / Umsatz2021 0,84x
Marktkap. 2 614 Mrd.
Trends aus der Chartanalyse NISSAN MOTOR CO., LTD.
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendNeutralFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung HALTEN
Anzahl Analysten 23
Mittleres Kursziel 738,95  JPY
Letzter Schlusskurs 668,10  JPY
Abstand / Höchstes Kursziel 122%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 10,6%
Abstand / Niedrigsten Ziel -14,7%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Makoto Uchida President & Chief Executive Officer
Yasushi Kimura Chairman
Ashwani Gupta Chief Operating & Production Officer
Stephen Ma Chief Financial Officer & Executive Officer
Anthony Thomas Chief Information Officer
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
NISSAN MOTOR CO., LTD.-21.97%24 118
TOYOTA MOTOR CORPORATION24.00%196 501
VOLKSWAGEN AG28.30%98 844
DAIMLER AG7.81%58 750
BMW AG4.96%53 106
HONDA MOTOR CO., LTD.12.46%50 749