FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag die Gewinne aus dem frühen Handel abgegeben und ist leicht in die Verlustzone gerutscht. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde gegen Mittag bei 1,1705 US-Dollar gehandelt, nachdem sie zuvor bis auf ein Tagestief bei 1,1687 Dollar gefallen war. In der Nacht auf Montag war der Kurs noch zwischenzeitlich bis auf 1,1750 Dollar geklettert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1670 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung am Devisenmarkt. Am vergangenen Freitag hatte US-Präsident Donald Trump den Dollar zu allen wichtigen Währungen unter Druck gebracht, indem er Vorwürfe der Währungsmanipulation an die Adresse Chinas und der Europäischen Union (EU) gerichtet hatte.

Deutliche Bewegung gab es beim japanischen Yen, der im Handel mit dem Dollar seit Freitagmittag mehr als ein Prozent an Wert zulegen konnte. Esther Reichelt, Expertin bei der Commerzbank, führt dies auf Medienberichte zurück. Demzufolge habe es im Vorfeld der Notenbanksitzung kommende Woche ungewöhnlich aktive Diskussionen um Änderungen am geldpolitischen Kurs gegeben. Laut Reichelt setzen einige Anleger darauf, dass die Währungshüter für höhere Renditen bei langen Laufzeiten sorgen werden.

Im weiteren Tagesverlauf könnten noch Zahlen zum Verbrauchervertrauen im Euroraum sowie zum US-Häusermarkt für Impulse am Devisenmarkt sorgen./jkr/tos/fba