FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Freitag nach den kräftigen Verlusten vom Vortag kaum verändert. Allerdings rutschte der Kurs in der vergangenen Nacht zeitweise bis auf 1,1633 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit fast zwei Wochen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung wieder etwas höher bei 1,1643 Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am späten Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag noch deutlich höher auf 1,1707 Dollar festgesetzt.

Der Euro wurde vor allem durch Querelen um den Staatshaushalt in Italien belastet. Am Vorabend hatte die Regierung in Rom die Finanzplanung für 2019 festgezurrt, die ein Haushaltsdefizit von 2,4 Prozent vorsieht. Die populistischen Regierungsparteien Lega und Fünf Sterne setzen damit auf eine höhere Neuverschuldung als zunächst vom parteilosen Finanzminister Giovanni Tria vorgesehen. Dieser wollte die Neuverschuldung auf 1,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts begrenzen.

Im weiteren Tagesverlauf rechnen Marktbeobachter mit neuen Impulsen für den Handel am Devisenmarkt. Es stehen zahlreiche wichtige Konjunkturdaten auf dem Programm, die den Eurokurs bewegen könnten. Unter anderem werden am späten Vormittag Preisdaten aus der Eurozone veröffentlicht. Am Donnerstag wurde bereits bekannt, dass die Inflation in Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Euroraums, im September überraschend stark auf 2,3 Prozent gestiegen war./jkr/tav