Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Deutsche Post AG    DPW   DE0005552004

DEUTSCHE POST AG

(DPW)
  Report  
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
News-ÜbersichtNewsOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalysten Empfehlungen zu

Bundesministerium will der Deutschen Post kräftige Portoerhöhung ermöglichen

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
11.02.2019 | 14:57

BONN (awp international) - Wer in Deutschland Briefe verschickt, wird sich ab Sommer vermutlich auf ein höheres Porto einstellen müssen. Das Bundeswirtschaftsministerium will eine Verordnung ändern, auf deren Basis die Post das Briefporto deutlich stärker anheben könnte als bisher. Eine entsprechende Gesetzesänderung sei auf den Weg gebracht worden, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in Berlin. Zuvor hatte die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Montag) darüber berichtet. Ein Sprecher der Post begrüsste das Vorhaben der Regierung. Die Post-Aktien legten am Montag um mehr als zwei Prozent zu.

Branchenkreisen zufolge könnte das Porto für einen Standardbrief von aktuell 70 Cent auf 85 bis 90 Cent steigen. Der Ministeriumssprecher sagte aber: "Wir gehen nicht davon aus, dass die Post für den Standardbrief 90 Cent für das Porto erheben wird." Der vorerst letzte Preissprung Anfang 2016 lag nur bei acht Cent.

Der genaue Wert für das neue Porto ist noch unklar - es geht nun um einen grösseren Preisspielraum für alle regulierten Postprodukte zusammen, also auch für Postkarte oder Auslandsbrief. Nach der Rechtsänderung entscheidet die Bundesnetzagentur über einen neuen Preisrahmen. Danach beantragt die Post unter anderem das Porto für den Standardbrief, was die Netzagentur noch freigeben soll. Vermutlich ab Juli gilt das neue Porto. Damit steigt es später als geplant - bisher sollten die Briefmarken im April teurer werden.

Wegen der Digitalisierung sinkt die Briefmenge seit Jahren. Um profitabel wirtschaften zu können, pocht das ehemalige Staatsunternehmen angesichts seiner relativ konstanten Kosten auf eine satte Erhöhung. Von 2015 bis 2017 sank die Zahl der Briefsendungen der Deutschen Post um 0,9 Milliarden auf 18,4 Milliarden. 2014 waren es noch 20,5 Milliarden.

Im europäischen Vergleich ist Porto in Deutschland eher billig. Kostet ein Standardbrief hierzulande 70 Cent, sind es nach Post-Angaben im europäischen Mittel 94 Cent. Negativ-Spitzenreiter ist Dänemark mit umgerechnet 3,88 Euro, am billigsten ist es auf Malta (26 Cent). Auch in den Flächenstaaten Frankreich (1,02 Euro) und Italien (2,80 Euro) kostet ein Standardbrief mehr als hierzulande.

So ist es naheliegend, dass die Deutsche Post ein höheres Porto einfordert. Mitte Januar bekam der Bonner Konzern aber zunächst einen Dämpfer von der Bundesnetzagentur. Die Behörde gewährte der Post nur einen eher geringen Erhöhungsspielraum von 4,8 Prozent für alle regulierten Produkte zusammen. Damit hätte der Standardbrief wohl maximal auf 80 Cent steigen können, und die anderen Briefsorten hätten etwa gleich teuer bleiben müssen. Der Post war das zu wenig. Nun bekommt sie Rückenwind aus dem Bundeswirtschaftsministerium. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte nur knapp: "Wir sind informiert über die Pläne, die Verordnung anzupassen." Die Netzagentur ist dem Ministerium unterstellt.

Knifflig ist die Art und Weise, wie der grössere Preisspielraum errechnet wird. Denn bei dessen Ermittlung wird der Vergleich zu anderen europäischen Postgesellschaften herangezogen - an deren Profitabilität orientiert sich dann auch die Umsatzrendite, die die Deutsche Post im Briefgeschäft einfahren darf. Hintergrund hierzu: Der Konzern soll unter seinen gesetzlichen Pflichten nicht so stark ächzen, dass er beim Briefgeschäft in die roten Zahlen rutscht. Zu seinen Pflichten gehört die werktägliche Briefzustellung in der Fläche, also auch am Nordsee-Deich oder im Schwarzwald.

Genau dieser Vergleich zu Postgesellschaften anderer europäischer Staaten bei Ermittlung der Umsatzrendite - also des Gewinns im Verhältnis zum Umsatz - ist Kritikern ein Dorn im Auge. "Der Vergleich hinkt", sagt Klaus Gettwart vom Deutschen Verband für Post, Informationstechnologie und Telekommunikation. So sei der Gewinn ausländischer Postgesellschaften relativ hoch, weil sie zum Teil über staatlich garantierte Monopolstellungen verfügen und artfremde Leistungen wie Bankdienstleistungen einbeziehen würden. Die geplante Portoerhöhung in Deutschland hält er für "völlig unangemessen", zumal die Qualität der Briefzustellung abnehme und es mehr Beschwerden gebe.

Auch der Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums sah den Vergleich mit anderen europäischen Postgesellschaften bei der Ermittlung des Gewinnzuschlags kritisch, wenngleich aus anderen Gründen. So sei die Deutsche Post bisher mit staatlichen Postgesellschaften anderer Länder verglichen worden, die gar nicht gewinnorientiert seien, sagte er. Aus seiner Sicht war der bisherige Vergleichswert also nicht zu hoch, sondern zu niedrig. Solche Postgesellschaften - etwa die rumänische Post - würden durch die Rechtsänderung aus dem Vergleichspool gestrichen. Dadurch würde die der Deutschen Post zugebilligte Umsatzrendite steigen - und der Bonner Konzern könnte das Porto kräftiger erhöhen als bisher möglich.

Für die Regulierungsbehörde dürfte der Schritt des Wirtschaftsministeriums wie eine Ohrfeige sein. Die Bundesregierung setze sich erneut "über die Unabhängigkeit und Expertise der Bundesnetzagentur hinweg", monierte der FDP-Bundestagsabgeordnete Reinhard Houben. Der Bund ist über die staatliche KfW-Bank mit 20,5 Prozent an der Post beteiligt und damit Hauptaktionär. Diese Beteiligung ist nach Houbens Ansicht Grund für die Rechtsänderung: "Um die eigene Rendite zu erhöhen, bittet die Bundesregierung die deutschen Verbraucher zur Kasse."

Am Montag leitete das Wirtschaftsministerium die sogenannte Ressortabstimmung ein. Wann genau das Bundeskabinett die Änderung abnicken soll, ist unklar. Wie bei den allermeisten Verordnungen üblich, muss der Bundestag für deren Gültigkeit nicht zustimmen./wdw/DP/jha

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
0
Aktuelle News zu DEUTSCHE POST AG
14.07.'Just-in-Time-Pakete' - Post will Paketkunden zeitgenau informieren
DP
12.07.POST :  Engpässe bei Briefmarken praktisch beseitigt
DP
04.07.DEUTSCHE POST AG : Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der euro..
EQ
04.07.NEUES PORTO :  Post stellt nur noch ausreichend frankierte Briefe zu
DP
04.07.DEUTSCHE POST AG : Bekanntgabe gemäß Art 5 Abs. 3 der Verordnung (EU) Nr. 596/20..
EQ
01.07.DEUTSCHE POST AG : Aktienrückkauf: Bekanntgabe gemäß Art 5 Abs. 3 der Verordnung..
EQ
30.06.Porto steigt kräftig - Standardbrief kostet künftig 80 Cent
DP
26.06.Fedex verdient weniger - Handelskonflikte belasten
DP
26.06.KORREKTUR/PAKETBOOM GEHT WEITER : 3,5 Milliarden Sendungen verschickt
DP
26.06.UBS senkt Ziel für Deutsche Post auf 31 Euro - 'Buy'
DP
Mehr News
News auf Englisch zu DEUTSCHE POST AG
10.07.DEUTSCHE POST : DHL FREIGHT ANNOUNCES SURCHARGE FOR PEAK SEASON 2019; Similar de..
AQ
08.07.DEUTSCHE POST : DHL Freight to Apply Peak Season Surcharge
DJ
04.07.DEUTSCHE POST AG : Release according to Article 40, Section 1 of the WpHG [the G..
EQ
04.07.DEUTSCHE POST AG : Announcement pursuant to section 5 para 3 of Regulation (EU) ..
EQ
02.07.DHL AVIATION : ACAS Notification
AQ
01.07.DEUTSCHE POST : Dhl global trade barometer reflects deteriorating global trade d..
AQ
01.07.DEUTSCHE POST AG : Share buyback: Announcement pursuant to section 5 para 3 of R..
EQ
26.06.DEUTSCHE POST AG : NEW LETTER PRICES APPROVED AS OF 1 JULY 2019; Standard letter..
AQ
25.06.DHL CARE AWARDS : Three major air carriers distinguished at the life science and..
AQ
24.06.DEUTSCHE POST AG : Share buyback: Announcement pursuant to section 5 para 3 of R..
EQ
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern (EUR)
Umsatz 2019 64 144 Mio
EBIT 2019 4 132 Mio
Nettoergebnis 2019 2 662 Mio
Schulden 2019 13 374 Mio
Div. Rendite 2019 4,07%
KGV 2019 13,7x
KGV 2020 12,0x
Marktkap. / Umsatz2019 0,77x
Marktkap. / Umsatz2020 0,74x
Marktkap. 36 180 Mio
Chart DEUTSCHE POST AG
Dauer : Zeitraum :
Deutsche Post AG : Chartanalyse Deutsche Post AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse DEUTSCHE POST AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendNeutralNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 25
Mittleres Kursziel 34,21  €
Letzter Schlusskurs 29,35  €
Abstand / Höchstes Kursziel 56,7%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 16,6%
Abstand / Niedrigsten Ziel -23,3%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Frank Appel CEO & Head-Global Business Services
Nikolaus von Bomhard Chairman-Supervisory Board
Melanie Kreis Head-Finance
Werner Gatzer Independent Member-Supervisory Board
Henning Kagermann Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
DEUTSCHE POST AG22.77%40 615
UNITED PARCEL SERVICE4.82%88 486
FEDEX CORPORATION2.31%43 132
EXPEDITORS INTERNATIONAL OF WASHINGTON INC.8.69%12 729
SG HOLDINGS CO LTD--.--%8 805
YAMATO HOLDINGS CO., LTD.-26.95%7 894