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DAX: Jetzt kommt’s knüppeldick – Handelsstreit droht zu eskalieren

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06.12.2018 | 18:14

Nach dem Erholungsversuch zu Beginn der Woche, stürzten die DAX-Notierungen am heutigen Donnerstag regelrecht ab. Dabei rutschte das wichtigste deutsche Börsenbarometer deutlich unter die 11.000-Punkte-Marke. 

Das war heute los. Für den DAX ging es zeitweise um mehr als 3 Prozent nach unten. Die Nervosität machte sich nicht nur am deutschen Aktienmarkt bemerkbar. Die Entwicklung an den asiatischen Märkten hatte bereits nichts Gutes erahnen lassen. Auch an der Wall Street wurde der Handelsstart von roten Vorzeichen dominiert. Investoren sorgen sich um eine Eskalation im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit.

Grund für diese Ängste ist die auf Anweisung der USA in Kanada erfolge Festnahme der Huawei-Finanzchefin Meng Wanzhou. Sie ist jedoch nicht nur die Finanzchefin von Huawei, sondern auch die Tochter des Unternehmensgründers. Außerdem ist Huawei nicht irgendein Unternehmen, sondern das Aushängeschild der chinesischen Wirtschaft. Kein anderer Konzern aus der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt konnte sich so gut außerhalb des Heimatmarktes festsetzen. Zudem ist Huawei nicht nur ein erfolgreicher Smartphone-Hersteller, sondern ganz vorne zu finden, wenn es um den Ausbau des Mobilfunknetzes der 5. Generation geht. 5G dürfte entscheidend für Megatrends wie Industrie 4.0 sein. Allerdings haben die USA und einige andere Nationen zuletzt Sicherheitsbedenken angemeldet, wonach Huawei seinen Zugang zu den Netzen der Zukunft auch der eigenen Regierung und damit womöglich zu Spionagezwecken nutzen könnte. Die nun erfolgte Festnahme der Huawei-Finanzchefin könnte die ohnehin angespannte Situation rund um den chinesisch-amerikanischen Handelsstreit weiter anheizen.

Als ob dies nicht genug wäre, ging es heute auch an den Rohstoffmärkten heiß her. Die Ölpreise erlebten einen deutlichen Rückgang, unter anderem wegen der größer gewordenen Konjunktursorgen, aber auch wegen der Befürchtung von Marktteilnehmern, dass mögliche preisstützende Förderkürzungen vonseiten der OPEC und einigen wichtigen Nicht-OPEC-Mitgliedern wie Russland zu gering ausfallen könnten. Entsprechend gespannt wurde auf die heutige OPEC-Sitzung in Wien geschaut.

Das waren die Tops & Flops. Dem schwachen Gesamtmarktumfeld konnte sich im DAX Vonovia (WKN: A1ML7J / ISIN: DE000A1ML7J1) am besten entziehen. Die Aktie des Immobilienkonzerns legte zeitweise rund 2 Prozent an Wert zu. Anleger zeigten sich von den Neunmonatszahlen überzeugt. Das Unternehmen konnte sein operatives Ergebnis (FFO 1) in den ersten neun Monaten steigern. Außerdem zeigte sich das Management im Hinblick auf das Gesamtjahr 2018 und auf das Jahr 2019 optimistisch. Für die gute Stimmung sorgten auch einige positive Analystenkommentare.

Zu den größten DAX-Verlierern gehörte dagegen Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000). Für den Automobilwert ging es zwischenzeitlich um fast 6 Prozent nach unten. Das Hauptthema war der Handelsstreit, allerdings hatten die Schwaben auch Absatzzahlen vorgelegt. Die Pkw-Marke Mercedes-Benz konnte im Monat November mit 198.545 verkauften Fahrzeugen 1,5 Prozent mehr Autos absetzen als im Vorjahresmonat. Zwischen Januar und November 2018 liegt das Absatzplus bei 0,4 Prozent auf 2,1 Millionen Fahrzeuge.

Das steht morgen an. Zum Ende dieser Woche stehen vor allem die neuesten US-Arbeitsmarktdaten im Fokus. Nicht nur im Hinblick auf die Geldpolitik der Fed, sondern als Gradmesser für die Entwicklung der US-Wirtschaft insgesamt. Darüber hinaus wird das Konsumklima der Uni Michigan (Dezember) bekannt gegeben. Außerdem werden die BIP-Daten für die Eurozone für das dritte Quartal veröffentlicht. Hierzulande dürfte zudem die Bekanntgabe der deutschen Produktion im produzierenden Gewerbe (Oktober) von größerem Interesse sein.

DAX-Produkte für morgen.

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Dieser Beitrag ist eine Ausgabe des börsentäglichen Newsletters „Abend X-press – Das Beste zum Börsenschluss“. Er fasst die wichtigsten Fakten des Tages zusammen, nennt Tops & Flops und gibt einen kurzen Ausblick auf den nächsten Handelstag.
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Disclaimer: © Deutsche Bank AG 2018

Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstr. 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen. Alle Meinungsäußerungen geben die aktuelle Einschätzung der Deutsche Bank AG wieder, die sich ohne vorherige Ankündigung ändern kann.

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