Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  BMW AG    BMW   DE0005190003

BMW AG

(BMW)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFundamentaldatenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
News-ÜbersichtNewsPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Wirtschaft bangt um Freihandelsabkommen mit Briten

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
31.01.2020 | 15:59

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Großbritannien ist ab Samstag nicht mehr in der EU - aber für die Wirtschaft ändert sich erst einmal wenig: Noch bis Jahresende bleibt Großbritannien im EU-Binnenmarkt und in der Zollunion. Allerdings fürchten Autoindustrie und Maschinenbauer ebenso wie führende Wirtschaftsforscher, dass London und Brüssel in dieser kurzen Übergangszeit keinen vernünftigen Freihandelsvertrag aushandeln können.

"Denn der ungeregelte Brexit droht jetzt am 1. Januar 2021", sagte Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) am Freitag in Frankfurt. Ein Abkommen sollte zumindest Zollfreiheit garantieren, weitere technische Handelshemmnisse vermeiden und die Freizügigkeit von Arbeitnehmern gewährleisten. Aber es müsste vor Jahresende von allen 27 EU-Staaten ratifiziert werden.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hält das für einen "sehr ambitionierten Zeitplan". Die Autobauer appellierten am Freitag an beide Seiten: "Ein Ende der Übergangsphase ohne oder mit einem wenig ambitionierten Abkommen muss auf jeden Fall vermieden werden."

Deutschland hat 2018 Waren und Dienstleistungen für 109 Milliarden Euro nach Großbritannien exportiert. Gut 460 000 Arbeitsplätze in Deutschland sind damit verbunden. Großbritannien ist Deutschlands sechstgrößter Handelspartner.

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sagte: "Abgesehen von den inhaltlichen Differenzen ist der Zeitplan viel zu ambitioniert." Auch Ifo-Präsident Clemens Fuest ist skeptisch: "Alles spricht dafür, dass es sehr schwer sein wird, innerhalb von elf Monaten ein Abkommen zu erreichen." Die EU befürchte Vorteile für die Briten durch Steuersenkungen oder Deregulierung im Finanzsektor, die Briten befürchteten überbordende Sozialstandards der EU.

Optimistisch dagegen zeigte sich die für Wirtschaft zuständige britische Botschaftsrätin Rachel King am Freitag in München. Die Voraussetzungen seien viel günstiger als bei den Verhandlungen der EU mit Norwegen oder Japan, weil das Vereinigte Königreich heute überall EU-Standards habe. Man könne "bis Jahresende viel erreichen". Großbritannien werde nicht mehr automatisch EU-Standards übernehmen, aber das Niveau halten. Auch die britische Bevölkerung wolle Umweltschutz, Arbeitnehmerrechte und Verbraucherschutz. Das Land habe nach der Finanzmarktkrise strengere Regeln als die EU erlassen. Aber "wir möchten unsere eigene Migrationspolitik, das heißt keine Personenfreizügigkeit", sagte King.

Michael Hüther, Chef des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), sagte, bis Dezember könnte "ein simples Freihandelsabkommen" über Warenverkehr ausgehandelt werden, ohne Regeln für Transpport- oder Finanzdienstleistungen. Aber "wenn beide sich nicht bewegen, wird es kein Abkommen geben". Dann gälten sofort die Welthandelsregeln, die deutsche Wirtschaft müsste mit Zöllen von 3,3 Milliarden Euro rechnen, "wobei die Automobilindustrie mit über 2 Milliarden Euro jährlich am härtesten getroffen wäre".

Hinzu kämen gut doppelt so hohe Belastungen aus nichttarifären Handelshemmnissen. "Die Pharma- und Chemiebranche ist in jedem Fall besonders betroffen: Zollfragen sind hier weniger relevant, dafür geht es aber um die doppelte Anerkennung von Arzneimitteln oder eine Alternative zur Chemikalienverordnung", erklärte Hüther.

Bei einem harten Brexit erwarten die meisten Experten für Deutschland langfristig ein um 0,5 Prozentpunkte niedrigeres Bruttoinlandsprodukt. "Im Extremfall wird ein Absinken der deutschen UK-Exporte um bis zu 50 Prozent prognostiziert", sagte Hüther. Dass ein harter Brexit auch Arbeitsplätze treffe, liege auf der Hand.

Botschaftsrätin King sagte, für die rund vier Millionen Menschen, die heute als EU-Bürger auf der Insel oder als Briten auf dem Kontinent lebten, ändere sich nichts, lebenslang. Verhandelt werden müsse aber, wie zum Beispiel BMW ab 2021 neue Mitarbeiter ins Werk Oxford entsenden könne. "Es ist im Interesse beider Seiten, eine gute Lösung zu finden." Anfang März könnten die Verhandlungen starten, dann könnte alle drei Wochen ein Treffen stattfinden.

Fuest sagte: "Man sollte sich Zeit nehmen, ein möglichst umfassendes Abkommen auszuhandeln." In dieser Zeit sollten die Briten im Binnenmarkt bleiben und auch die Übergangsfrist verlängern, falls nötig." Allerdings hat Premier Boris Johnson eine Verlängerung ausgeschlossen./rol/DP/fba

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
BMW AG -5.79%44.385 verzögerte Kurse.-35.58%
EURO / BRITISH POUND (EUR/GBP) -0.51%0.88414 verzögerte Kurse.5.44%

© dpa-AFX 2020
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
share via e-mail
Aktuelle News zu BMW AG
01.04.BMW mit deutlichem Absatzrückgang in den USA - Corona-Krise belastet
DP
31.03.Kretschmann hält weitere Fahrverbote in Stuttgart für unwahrscheinlich
DP
31.03.Fast 20 000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit
DP
31.03.Fast 20 000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit
DP
31.03.Fast 20 000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit
AW
31.03.AKTIEN IM FOKUS : Autowerte setzen Erholung fort
DP
31.03.Goldman senkt Ziel für BMW auf 53 Euro - 'Neutral'
DP
31.03.BMW macht Lieferketten mit Blockchain transparent
AW
31.03.BMW macht Lieferketten mit Blockchain transparent
DP
31.03.VIRUS : Branchenexperten rechnen mit deutlichem Einbruch der Autonachfrage
DP
Mehr News
News auf Englisch zu BMW AG
01.04.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : BMW Motorrad will not be participating in the leading..
AQ
01.04.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : Sim racing influencer Jimmy Broadbent talks about his..
AQ
01.04.ALESSANDRO ZANARDI : "There are aspects that we can use as a starting point for ..
AQ
31.03.Italian brake maker Brembo treads new path with Pirelli stake
RE
31.03.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : BMW Group uses Blockchain to drive supply chain trans..
AQ
30.03.THE POWERTRAIN FOR THE BMW I HYDROGE : BMW Group reaffirms its ongoing commitmen..
PU
27.03.COVID-19 Leads To Downgrades Of BMW And Daimler; Outlook On VW Now Negative
AQ
27.03.BAYERISCHE MOTOREN WERKE : Update on BMW Motorrad Days 2020 - Cancellation of th..
AQ
27.03.BMW : Update on BMW Motorrad Days 2020 – Cancellation of this year's event..
PU
27.03."SUPER SIM SATURDAY" : MOTUL BMW M8 GTE wins in Sebring - Seven BMW Z4 GT3s in s..
AQ
Mehr News auf Englisch
Finanzkennziffern (EUR)
Umsatz 2020 91 954 Mio
EBIT 2020 4 332 Mio
Nettoergebnis 2020 2 865 Mio
Liquide Mittel 2020 14 590 Mio
Div. Rendite 2020 4,79%
KGV 2020 9,99x
KGV 2021 5,68x
Marktkap. / Umsatz2020 0,16x
Marktkap. / Umsatz2021 0,14x
Marktkap. 28 848 Mio
Chart BMW AG
Dauer : Zeitraum :
BMW AG : Chartanalyse BMW AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse BMW AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsFallendFallendFallend
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 26
Mittleres Kursziel 61,91  €
Letzter Schlusskurs 44,39  €
Abstand / Höchstes Kursziel 166%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 39,5%
Abstand / Niedrigsten Ziel -27,9%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Oliver Zipse Chairman-Management Board
Norbert Reithofer Chairman-Supervisory Board
Nicolas Peter Chief Financial Officer
Susanne Klatten Independent Member-Supervisory Board
Manfred Schoch Deputy Chairman-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkap. (M$)
BMW AG-35.58%33 622
TOYOTA MOTOR CORPORATION-4.06%167 962
VOLKSWAGEN AG-39.38%63 577
HONDA MOTOR CO., LTD.-4.61%39 007
DAIMLER AG-44.26%32 354
GENERAL MOTORS COMPANY-43.22%29 695