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Erst Stahl, jetzt Autos: Trump droht EU mit Importzöllen

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04.03.2018 | 14:29

(neu: weitere Stellungnahmen)

WASHINGTON/BERLIN (dpa-AFX) - Mit angedrohten Strafzöllen auf Importe europäischer Autos hat Donald Trump den transatlantischen Handelsstreit weiter angeheizt. Zuvor hatte der US-Präsident bereits hohe Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium angekündigt. US-Medien werteten die neue Attacke als "direkte Drohung" gegen Deutschland. Der deutsche Branchenverband VDA warnte vor einer Zuspitzung des Konflikts. Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries rief Trump zur Mäßigung auf. "Präsident Trump will ein Spiel spielen, das niemand gewinnen kann", sagte die SPD-Politikerin am Sonntag.

Nach Berechnungen des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer wären vor allem die VW <DE0007664039>-Töchter Audi <DE0006757008> und Porsche von Strafzöllen betroffen, die anders als die VW-Kernmarke, BMW <DE0005190003> oder Daimler <DE0007100000> keine eigenen Werke in den USA unterhalten. Für Volkswagen <DE0007664039> rechnet Dudenhöffer im Fall von Strafzöllen mit Gewinneinbußen von rund 5 Prozent, falls die Exporte aus den USA nicht - wie eigentlich üblich - gegengerechnet würden. Bei Daimler und BMW errechnete der Leiter des CAR-Instituts an der Universität Duisburg-Essen in diesem Fall einen Rückgang von "weniger als 10 Prozent". Stärker getroffen würden etwa der britische Hersteller Jaguar Land Rover oder die schwedische Marke Volvo.

Nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) exportierten deutsche Unternehmen im vergangenen Jahr insgesamt 494 000 Autos in die USA, das war mehr als ein Viertel weniger als noch 2013. Die Verkäufe in den Vereinigten Staaten legten demnach 2017 in der Summe im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Prozent auf 1,35 Millionen Neuwagen zu. Der Marktanteil lag bei 7,9 Prozent, etwas höher als noch 2016. VDA-Präsident Bernhard Mattes warnte: "Ein Handelskrieg zwischen den USA und Europa muss auf jeden Fall vermieden werden. In einem solchen Handelskrieg gibt es nur Verlierer, auf allen Seiten."

Die deutschen Hersteller beschäftigen nach Verbandsangaben in den USA 36 500 Mitarbeiter, hinzu kommen Zehntausende Beschäftigte in der Zulieferindustrie. Zudem leisteten die Konzerne einen erheblichen Beitrag zur US-Handelsbilanz: "Gut jedes zweite Auto, das unsere Hersteller in den USA produzieren, geht als Export nach Europa, Asien und den Rest der Welt", sagte Mattes, insgesamt seien das rund 430 000 Fahrzeuge.

Sowohl die "Washington Post" als auch die "New York Times" titelten nach dem Tweet des US-Präsidenten in ihren Online-Ausgaben mit "Trump eskaliert den Handelskrieg". Trump habe schon seit langem beklagt, dass mehr Mercedes-Autos in New York zu sehen seien als Chevrolets in Deutschland, schrieb die "Washington Post". Auch einer von Trumps Topberatern, Peter Navarro, sei der Auffassung, dass die deutschen Autobauer Marktanteile in den USA "gestohlen" hätten.

Trump hatte in der vergangenen Woche bereits Strafzölle auf alle Stahlimporte in Höhe von 25 Prozent angekündigt. Damit will er die heimische Industrie abschirmen. Auf Aluminium-Einfuhren sollen 10 Prozent erhoben werden. Damit werden Importe in die USA teurer. Wie Mattes der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag) sagte, wäre die deutsche Automobilindustrie über höhere Rohstoffpreise von diesen Strafzöllen betroffen.

Als Reaktion kündigte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Einfuhrzölle auf Whisky, Jeans und Motorräder aus den USA an. Am Samstag meldete sich dann Trump wiederum zu Wort, einmal mehr auf Twitter. Wenn die Europäer als Antwort auf die von ihm angekündigten Strafzölle nun auch ihre "schon massiven" Zölle für US-Unternehmen weiter anheben würden, dann "werden wir einfach eine Steuer auf ihre Fahrzeuge erheben, die frei in unser Land strömen".

International hatte bereits Trumps Zoll-Ankündigung für Stahl und Aluminium schwere Kritik hervorgerufen. Die Nachbarländer und wichtigen Stahllieferanten Kanada und Mexiko drohten Vergeltungsmaßnahmen an. Experten warnten, Stahl-Zölle gefährdeten die Verhandlungen der beiden Länder mit den USA über eine von Trump geforderte Neuauflage des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens Nafta. Auch China kündigte eine Reaktion an.

Wenn die USA chinesischen Interessen schadeten, "werden wir nicht tatenlos zusehen, sondern notwendige Maßnahmen ergreifen", sagte Vizeaußenminister Zhang Yesui am Sonntag. Er versicherte aber, die Führung in Peking wolle "keinen Handelskrieg" zwischen den beiden größten Volkswirtschaften. China ist offiziell für rund zwei Prozent der Stahlimporte in die USA verantwortlich, doch findet chinesischer Stahl auch auf Umwegen seinen Weg in die USA.

Zugleich meldeten sich auch Volkswirte und Wirtschaftsführer in den USA zu Wort und warnten, die Zölle könnten zum Bumerang für die "America-First"-Agenda des Präsidenten werden. "Dies ist eine völlig fehlgeleitete Idee, die für uns nach hinten losgehen wird - und auch unseren Verbündeten und der Weltwirtschaft Schaden zufügen wird", sagte der US-Milliardär Michael Bloomberg, früher Bürgermeister von New York, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Zypries betonte: "Ich hoffe, dass der US-Präsident auf die vielen vernünftigen Stimmen auch aus seinem Land hört und umdenkt."

Vertreter der Autobranche, Getränkehersteller und Baufirmen befürchten eine Verteuerung ihrer Produkte, weil die Einkaufspreise für das Rohmaterial wie etwa Getränkedosen nach oben gehen könnten. Dagegen begrüßten die Vertreter der Stahl- und Aluminiumbranche in den USA sowie die entsprechenden Arbeitnehmervertretungen den Schritt Trumps.

Der US-Präsident warf der EU zugleich vor, den Verkauf amerikanischer Autos in Europa unmöglich zu machen: "Großes Handelsungleichgewicht!", schrieb er. In einem weiteren Tweet beklagte der Republikaner das jährliche US-Handelsdefizit von 800 Milliarden Dollar, das die USA ihren "sehr dummen" Handelsverträgen und ihrer Handelspolitik verdankten.

Bereits am Freitag hatte der Präsident erklärt, wenn ein Land viele Milliarden Dollar im Handel mit praktisch jedem Land verliere, mit dem es Geschäfte mache, "dann sind Handelskriege gut - und einfach zu gewinnen"./ch/bvi/DP/he

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© dpa-AFX 2018
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